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13. 6. 1998 Homepage / ZVW

OB-Wahl Schorndorf

Bei Wahlen, da siegt dann und wann / nicht nur der, der reimen kann. / Manchem geht das auf den Sack, / denkt vielleicht: "So'n Schabernack!" / Für Schorndorf muß 'ne Frau jetzt her, / schlimmer kann's nicht werden mehr. / Nein, im ernst, die Frau ist gut, / wenn sie es nur halten tut, / ihr Versprechen, welches schlicht / mehr Demokratie verspricht. / Auch in uns'rem G'schichtsgeschehen / waren Frauen gern gesehen. / Man denke nur an Künkelin, / die Babs war einmal ganz schön "in". / Bei der Wahl sollte man wissen: / Einer muß sich jetzt verpissen. / Vielleicht hört dann auch noch gleich drauf / diese Reimerei mal auf. / Deshalb kriegt die Ursel Kamps / meine Stimme voll und ganz.

18. 4. 1998 Homepage / ZVW

Superwahljahr

Was? In Großbritannien haben fast 17% aller Mädchen und jungen Frauen schon einen Suizidversuch hinter sich? Kein Wunder, bei dem Wetter!
Juchu, es ist Frühling im Superwahljahr, und was den voll Inbrunst reimenden Spitzenkandidaten der Schorndorfer Oberbürgermeisterwahl angeht, möchte ich sagen:
Der Kübler reimt ein' Scheißdreck z'samm', / da wird ein'm Bürger angst und bang'. / Kann man so 'nen Mann denn wählen? / Wird er uns dann weiterquälen? / Meine Stimme kriegt er nicht, / auch wenn er aufzuhör'n verspricht.
Und wie sieht's auf Bundesebene aus? Nachdem gerade die MwSt. hochgeschraubt wurde, damit sich die Herren Politiker mal wieder eine Diätenerhöhung gönnen konnten, möchte man am liebsten mit der Kalaschnikow zur Wahl gehen und wild um sich schießen. Wen soll man denn wählen? Die Hauptwahlaussage der Regierung ist mal wieder: "Wählt die anderen nicht!" Die SPD stochert im falschen Bach herum. (Besserverdienende entlasten? Da muß ich mich wohl verhört haben!) Und die Grünen sammeln mit ihrem unglaublich naiven Wahlprogramm prozenteweise Stimmen für die CDU. Oder sind das einfach nur die Ehrlichsten, die nur das offenlegen, was alle anderen im Hinterstübchen eh planen (z. B. Energiesteuern)? Dann haben sie allerdings keine Chance, denn die Vergangenheit zeigt: der deutsche Wähler will verarscht werden! In diesem Sinne.

16. 1. 1998 Homepage

Vorschau auf 1998

Januar: Die Ehemalige Quoten-Queen Margarethe Schreinemakers hat einen neuen Job. Sie soll künftig in Alfred Bioleks Küche die Zwiebeln schneiden. Februar: Nach dem 34 988 877sten rechtsextremistischen "Einzelfall" in der Bundeswehr, klammert sich Verteidigungsminister Volker Rühe weiter an seinen Job: "Es gibt keine Rechtsextremisten in meiner Bundeswehr – basta!" März: Die Bild-Zeitung wird erpreßt. Der Erpresser läßt auf jeder Titelseite eine Falschmeldung unter der Rubrik "Vorsicht Falsch" abdrucken. April: Auf Vorschlag der Grünen im Bundestag wird eine Probe-Bundestagswahl abgehalten, bei der auch 16jährige schon mitwählen dürfen. Die Wahl gewinnt DJBobo. Die Grünen lösen sich frustriert auf. Wenige Tage später geht auch die FDP pleite. Mai: Nachdem Fußball-Bundesligist Bayern München Meisterschaft, DFB-Pokal und Europapokal gewonnen hat, wird Manager Uli Hoeneß in Bayern heiliggesprochen und als neuer Papst nach Rom geschickt, da der bisherige Papst gerade auf Entziehungskur ist. Juni: Nachdem die letzten zwei Zuschauer an Altersschwäche gestorben sind, stellen sämtliche öffentlich-rechtlichen Fernsehsender den Betrieb ein. Dafür gibt?s drei neue Privatsender – RTL 6, RTL 10 und RTL 1000. Juli: Neuer Skandal in der Fußball-Bundesliga. Nachdem bekannt wird, daß Bayern München schon seit zehn Jahren Schiedsrichter besticht, soll jede betroffene Saison annulliert und wiederholt werden. Die Klubs kommen in Terminschwierigkeiten. Hoeneß muß seinen Stuhl im Vatikan wieder räumen – der Papst ist wieder Clean. August: Wieder eine Panne auf der russischen Raumstation MIR – der TÜV ist abgelaufen. September: Riesen-Überraschung bei der Bundestagswahl – es gewinnt die erst kürzlich gegründete Fuck-you-Partei, die eigentlich niemand auf seiner Rechnung hatte. Daraufhin schmeißen sämtliche deutschen Meinungsforschungsinstitute entnervt den Krempel hin. Oktober: Die Fuck-you-Partei überredet Harald Juhnke zum Amt des Bundeskanzlers. Juhnke dazu: "Sie brauchen einen, der bei Staatsbesuchen von Rußland-Präsident Jelzin nicht unter den Tisch gesoffen wird." November: Die Mehrwertsteuer soll ab dem nächsten Jahr auf 25% heraufgesetzt werden. Dazu Finanzminister Theo Waigel: "Schließlich müssen wir Politiker ja schon rechtzeitig für unsere Bezüge sorgen." Dezember: Weihnachten fällt wieder auf den 25. und 26.

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