< back
7 . 12. 2004 Homepage

Advent ...

Advent ist doch diese besinnliche Zeit vor Weihnachten. Und deshalb sollte ich jetzt nicht von all den schlimmen Dingen reden, die unsere Nachrichten gerade bevölkern. Unsere Bundeswehr, bei denen einige - vom Auslandseinsatz geprägt - auch hier ein bisschen Afghanistan spielen und die armen Säue misshandeln, die schon das Pech hatten, zu den Wenigen zu gehören, die überhaupt noch eingezogen werden. Ja, und Tipps könnten diese Vorgesetzten ja genug haben: vom frankfurter Folterpolizisten Daschner, zum Beispiel. Oder vom offiziellen US-amerikanischen Folterminister Rumsfeld.
Auch kein gutes Thema ist sicherlich das schwere Erdbeben in Baden-Württemberg, welches vor wenigen Tagen mein Hirn etwas durcheinandergeschüttelt hat - obwohl, seitdem weiß ich wieder meine Pin-Nummer.
Schließlich hat das amerikanische Volk mittlerweile wieder genau den zum Oberhaupt gewählt, den es auch verdient hat. Man hätte es sich denken können. Wer blöd ist, merkt eben nicht, wenn er verarscht wird. In der zweiten PISA-Studie sind dann die Amis auch in fast jeder Kategorie sogar noch hinter Deutschland, und das will was heißen. In Kategorie "Problemlösen" sind die Amerikaner sogar nur im letzten Drittel. Klar, bei denen gibt es ja auch nur eine Problemlösung: Waffe zücken, Bomben werfen, Soldaten verlegen.
Nein, diesen Monat sollte ich der besinnlichen Vorweihnachtszeit Rechnung tragen und einmal etwas Poetisches loswerden. Und ja, ich habe einst ein kurzes Weihnachtsgedicht geschrieben. Ganz daselbst. Dieses Jahr habe ich es nun etwas erweitert und ein Mittellanges draus gemacht. Hier ist es nun in der aktuellen Fassung:

Von drauß' vom Wald, da komm ich her
und hab' einen Sack, voll Geschenke, so schwer.

Eins ist für dich, du kannst es ruhig glauben.
Ich muss es erst grad noch zusammenschrauben.

War grad bei Ikea, komm eilend herbei
und hoffe, es sind alle Schrauben dabei.

Dann mache ich ne Schleife drum,
heb' es auf und grins recht dumm.

Warst du brav, dann kriegst du's gleich.
Wenn nicht, hau' ich dir'n Hintern weich.

Denn ich hab eine große Rute.
Normal bekommt die nur die Ute.

Und bin ich auch ein alter Mann,
manches ich noch sehr gut kann.

In letzter Zeit, ich räum es ein,
ist meine Laune nicht so fein.

Ich hab schon mächtigen Verdruss.
In Rentiers Arschloch kucken muss.

Eines direkt vor mir geht,
sein Schwanz mir um die Nase weht.

Dergleichen viele zieh'n mein Gefährt,
doch sind sie glaub ihr Geld nicht wert.

Ein Düsenantrieb wär viel schneller,
doch dafür fehl'n mir ein paar Heller.

So wird mein Schlitten nun gezogen,
von Rentieren in hohem Bogen.

Ich bin schließlich der Weihnachtsmann,
was jeder sehr gut sehen kann.

Hab weißen Bart und rote Ohren,
ein Rentier ist mir grad erfroren.

Es ist halt hier so scheißekalt.
Auch nicht wärmer als im Wald.

Doch trotzdem bin ich frohen Mutes
und wünsch ein Weihnachtsfest, ein gutes.

Zu guter Letzt und aus feierlichem Weihnachtsanlass möchte ich hiermit noch alle (zwei) Leser meiner Kolumne dazu aufrufen, dieses Gedicht mit eigenen Worten zu erweitern. Die schönsten Zeilen mit dem besten Versmaß werde ich integrieren und im kommenden Jahr an selber Stelle veröffentlichen. Wenn die Zeilen noch rechtzeitig bei mir eingehen, kann ich sie sogar noch dieses Jahr mitreinnehmen. Also, viel Spaß. Und natürlich noch schöne Weihnachten.

8 . 11. 2004 Homepage

Anlageberatung, Lach-Yoga und Waschlappen

So langsam aber sicher könnte man ja meinen, es sei mein Lieblingsthema. Nun, soweit möchte ich nicht gehen. Aber Fakt ist: Man kann sich dem Ganzen ja überhaupt nicht entziehen. Wo man hinschaut - Dschungelcamp! Und so möchte ich hiermit für dieses Jahr mit diesem Thema abschließen. Aber nicht, bevor ich nicht hochfeierlich zugegeben habe, dass meine feste Überzeugung, man werde dort Jürgen Drews mit seiner Gitarre sehen müssen, nicht Wahrheit wurde und ich mich somit fatal getäuscht hatte. Beide - sowohl Drews als auch seine Gitarre - nahmen nämlich nicht Teil. Durften nicht/wollten nicht? Man weiß es nicht. Vielleicht ... nein, ganz bestimmt ... war es auch besser so. Die Atmosphäre war schon aufgeheizt genug; und Drews + Gitarre hätten vielleicht noch das Fass zum Überlaufen gebracht. Es hätte vermutlich Tote gegeben. Und das will bei jenem verschlafenen Haufen etwas heißen! Die Männer allesamt komplette Waschlappen und Weicheier und die Frauen im stutenbissigen Zickenwahn! Zum einen war da "Schnarchzapfen"-Harry. Dem hat man als Holländer wohl gesagt, es geht zum harmlosen Camping. Und so wanderte er auf Carlo Tränhardts verschlafenen Spuren. Fabrice - das überlebende Mitglied von Milli Vanilli (hätte das keiner gesagt, man hätte es nicht mehr gewusst) sprach nicht viel. Wie damals. Da wurde ja auch nur zum Playback getanzt. Wieso sollte er heute mehr sagen? Jimmy ... eigentlich als früher HSVler ein altes Vorbild von mir ... dann die große Weichei-Enttäuschung. Ja, woher sollte er auch wissen, dass da im Dschungel vielleicht mal die eine oder andere Prüfung auf ihn wartet?! Carsten, die große Nervensäge. Was musste man sich über den aufregen?! Na, immerhin hat er niemandem im Camp etwas gestohlen. Und Willi? Zuerst tagelanges balzen um die schöne Südamerikanerin und dann das große Dementi ("Was will man mir hier unterstellen?"). Ja was wohl?! Nur das, was man sieht. Und die Frauen? Dolly wollte nach einem Tag schon wieder raus, weil ihr Schminkzeug schon alle war, tat aber hernach überall so, als wäre sie zwei Wochen lang dabei gewesen. Sie hätte das Slim-Fast-Camp sowieso nicht überlebt, da sie ja bereits beim Einzug schon zum Knochengerüst abgemagert war und die Insassen zwei Wochen lang meist zu blöd zum Essen-Besorgen waren. Aber vielleicht hätte man ja aus ihren Silikonrückständen noch etwas Nützliches basteln können. Naddel? Hmm ... ich hielt sie vorher für eine, die nicht viel im Kopf hat. Jetzt auch noch. Immerhin gabs für sie anderthalb Wochen lang keinen Alkohol. Heydi - schön, aber quängelig. Schade, dass es nur EIN spanisches Lied gibt. Isabell - eine Bereicherung und sehr tough. Rieb sich leider im internen Zickenkrieg unnötig auf. Durch sie traut sich aber künftig jeder zu lachen - egal, was für eine Lache man hat. Ja und dann noch die bewundernswerte Désirée, die ich schon immer sehr geschätzt habe. Sie hat bewiesen, dass hinter ihrer großen Klappe auch jede Menge Mut steckt. Hoffentlich lästert sie weiterhin so schön. Sie wurde dann auch zu Recht Dschungelkönigin. Was hatte sie nicht alles mitmachen müssen?! Und dabei rede ich nicht von ihren vielen Dschungelprüfungen, sondern allein schon von der Tatsache, zwei Wochen mit Carsten Spengemann in einem Dschungelcamp verbringen zu müssen. Außerdem wollten die anderen ja sowieso nicht. Oder doch? Oder wussten sie überhaupt, was sie wollten? Rein, raus, Dschungelkönig - vor, zurück, cha-cha-cha. Naja, nun ist's endlich vorbei ... aber mussten die uns das antun, dass jetzt wieder gesungen wird? Ich könnt' die Krise kriegen! Und was ich mir so überlegt hab: Ließe man diese Prominenten (lange habe ich überlegt, ob ich dieses Wort in diesem Zusammenhang benützen mag) einfach da unten im Regenwald - wie lange würde es wohl dauern, bis keine Sau sie mehr vermisst?! Die besten waren ja sowieso wieder einmal die Moderatoren. Die würde man dann schon viel eher vermissen.
Gewinnt der Dschungelkönig eigentlich auch Geld? Ich hätte da nach einem interessanten Schriftwechsel eine Anlageidee: "Guten Tag Herr Müller, wir von der Finanzberatung ,Glück mit Lug und Trug' haben eine einmalige Anlagestrategie entwickelt. Alles, was sie dafür benötigen, ist viel Vertrauen und rund 12.000 Euro, die Sie uns in den Rachen werfen. Interesse? Rufen Sie uns nicht zu Tageszeiten an, denn wir agieren nur im Dunkeln. Auch müssen wir öfters unsere Telefonnummern wechseln, damit uns nicht erboste Kunden anrufen und noch mehr Geld investieren wollen, denn Ihre Chance auf eine Geldvermehrung bei uns gilt nur für einen einmaligen Betrag. Danach können Sie uns anrufen, so oft sie wollen, wir werden kein Geld mehr für Sie anlegen (außer, sie wollen es wirklich wirklich wirklich). Na? Schon gemailt? Na dann mal ran. Beste Wünsche, Dr. Sigfried Dnahuert" - "Sehr geehrter Herr Dnahuert. Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass ich zwar 12.000 Euro übrig hatte, diese aber bereits in der Cearsws-Llantsantffraid-Cwmbrn-Cooperation investiert habe. Dabei handelt es sich um eine walisische Firma, die sich gegen die Beschneidung osteuropäischer Mitbürger - das sogenannte Pol-Kappen - einsetzt. Die Firma fiel mir auf, als sie im Wirtschaftsmagazin ,Money down the drain' inseriert hatte. Gerne hätte ich zwar mein Geld dort wieder zurückgeholt und bei Ihnen investiert, weil mir Ihr Angebot auch sehr glaubwürdig erschien, leider aber hat die Firma Cearsws-Llantsantffraid-Cwmbrn-Cooperation ihren Briefkasten inzwischen abmontiert und ist nicht mehr erreichbar. Sollte ich das nächste Mal Geld übrig haben, werde ich Sie gerne aufsuchen - notfalls auch im Gefängnis - um weitere Anlagemöglichkeiten zu besprechen. Mit freundlichen Grüßen, Friedrich Müller."
Also doch lieber in Koks und Nutten investieren?
Und schließlich ... da ich's vorher im Zusammenhang mit Frau Varell schonmal vom Lachen hatte ... noch ein Schmankerl zum Thema "Lach-Yoga": Ein indischer Arzt ist der Meinung, wenn man schon morgens am Frühstückstisch laut "Ha-ha-ha", "He-he-he" usw. (a, e, i, o, u) vor sich hinsagt, fühle man sich spätestens beim "Hu-hu-hu" fröhlicher. Ich meine, dass da spätestens beim "Hu-hu-hu" die freundlichen Männer vom örtlichen psychiatrischen Krankenhaus vor der Türe stehen.

18 . 10. 2004 Homepage

Armer Udo Jürgens

Leid kann er einem tun, der Udo Jürgens. Okay, mit seiner Musik kann man Eier abschrecken, aber DAS hat er trotzdem nicht verdient: Seine Frau Corinna soll eine nebeneheliche Liaison mit Ronald Schill haben. Und ich dachte, der wäre längst bei Seinesgleichen in Südamerika. Wollte er da nicht ursprünglich nach seiner verlorenen Hamburg-Wahl hin? Vor kurzem erst ist Udo Jürgens 75 Jahre alt geworden, und nun muss er entdecken, dass seine Frau ein Eva-Braun-Syndrom zu haben scheint. Aber anderen gehts da derzeit nicht besser: Prinz Ferfried von Hohenzollern - bis vor kurzem wusste ich noch nicht einmal, dass es den überhaupt gibt - hat seine wunderhübsche Frau für Tatjana Gsell verlassen. Und seitdem vergeht kein Tag, ohne dass das neue Paar (selbst-)verliebt in sämtliche zur Verfügung stehenden Kameras grinst, um zu zeigen, ach wie sehr man sich doch liebt. Naja, Frau Gsell hätte wieder viel davon, würde sie nochmals Witwe werden. Man muss ihr immerhin zu Gute halten, dass sie sich keine steinalten Männer heraussucht, bei denen der biologische Abkratztermin, der sie zur Witwe macht, schon sichtbar nahe ist. Wieso fällt mir da jetzt in diesem Zusammenhang der Name Anna Nicole Smith ein? Trotzdem, ein sehr seltsames Promi-Paar. Überhaupt, was ist denn gerade mit all den Promis los? Carsten Speck im Knast, soll viele Leute um noch mehr Geld betrogen haben, Andreas Türk weg vom Fenster wegen mutmaßlicher Vergewaltigung, Carsten Spengemann, als angeblicher Dieb, soll jetzt zur Strafe in den Dschungel geschickt werden ... wo es mal wieder heftige Waldbrände gibt. Mal sehen, ob die zweite RTL-Dschungelstaffel überhaupt stattfinden kann. Ob es eine Brandstiftung war? Aber damit sollte man doch wenigstens warten, bis alle im Camp angekommen sind. Ich könnte wetten, dass diesmal der Jürgen Drews mitmacht (ich möchte ihn jetzt nicht als "König von Mallorca" betiteln, denn das hat Mallorca nun wirklich nicht verdient), seine Gitarre mitnimmt und täglich "Ein Bett im Kornfeld" anstimmt. In diesem Falle dürfte ihm dann ruhig die osteuropäische Pornomaus Dolly mit ihren künstlichen Brüsten einen "Bustern" oder Moderatorin Sonja Zietlow tollwütige Opossums auf ihn hetzen. Man darf gespannt sein, welche C-Promis diesmal so alles ins australische Ferienlager geschickt werden. Nicht mal mehr C-Promis sind ja wohl die Big-Brother-Insassen. Wusste man bis vor kurzem noch nicht einmal, dass aktuell überhaupt eine Staffel stattfindet (gähn), bekam sie jetzt traurige Berühmtheit, weil ein Insasse wohl antisemitische Witze live übers Fernsehen erzählt hat. Man überlegt deshalb auch schon, ob man das Ganze nicht aktuell umbenennen soll. Wie könnte man es dann nennen? Schill Brother? Big Stoiber? Big Hitler? Temporärer Mini-Knast, in dem ein überschaubarer Haufen völlig uninteressanter, hedonistischer und nicht gerade mit allzu viel Intelligenz geschlagener Nichtpromis dummdreiste Witze und noch dümmere Weltanschauungen verbreitet? Das mit den Witzen gibt jetzt wohl Ärger. Da sind die Verantwortlichen nicht zu beneiden, teilweise wohl sogar schon gefeuert. So wie vielleicht bald all die "Opelaner" in Bochum ... ja, tatsächlich eine neue Wortschöpfung, die sich findige "Dschornalisten" ausgedacht haben. Da verlieren die armen Opelmitarbeiter vielleicht ihre Jobs und werden auch noch verhöhnt. Vielleicht gibts künftig auch noch Edekaner, Hewlett Packarder, RTListen, Sternesen, Spiegeloden oder Heidelberger Zementurioner.

22 . 9. 2004 Homepage

Ansichten eines Gefrusteten

Herbst ist es geworden. Kalte Finger hab ich gekriegt. Und schließlich friere ich noch wie die Sau. Die Schule hat wieder begonnen, und all die kiffenden, saufenden, randalierenden Hosenscheißer sind wieder von der Straße gefegt. Endlich! Eigentlich Zeit, seinen Winterschlaf zu beginnen. Oder sich über Zeitungsartikel zu amüsieren. Z. B. fürchtet Verteidigungsminister Struck eine Verfettung seiner Soldaten, weil der Nachwuchs keinen Sport mehr treibt, nur noch vor dem Computer sitzt, sich falsch ernährt, kifft, sauft und randaliert. Dabei kann er doch froh sein, wenn bei all der Knappheit seiner Mittel der eine oder andere Soldat von einem Panzer oder einem ganzen Bataillon nicht mehr zu unterscheiden ist. Auf diese Weise wird dem Feind doch eine Überlegenheit suggeriert.
Gar lustig geht's in den neuen Bundesländern zu. Nein, ich meine jetzt nicht die Landtagswahlen, sondern die Sportart des Handyweitwurfs. Da sind die Sachsen nämlich die besten, die es gibt. Offensichtlich hat den Ossis noch keiner beigebracht, wie man mit diesen Dingern richtig umgeht. Die Höhlenmenschen hatten auch ihre eigene Art, mit neuen Dingen umzugehen. Gibt es eigentlich auch Katzenweitwurf? Das wäre mal eine Sportart, die auch ich ausüben könnte. Katzenweitsprung jedenfalls, hat die Katze von Helge Schneider gemacht, die sich beim 1.290.390sten Mal "Katzeklo"-hören aus dem 4. Stock in den Tod gestürzt hat. Dabei war das doch eigentlich eine ausgesprochene Katzenmusik. Apropos Katzenmusik: Britney Spears hat mal wieder geheiratet. Ob's diesmal gilt, wer weiß das schon?! Vielleicht wird's ja auch wieder als PR-Gag entlarvt. Oder einfach nur als Strunzdummheit. Bei solchen Fratzen möchte man doch am liebsten zuschlagen. Und zwar die Zeitung. Ich glaub, ich geh schlafen.

17 . 8. 2004 Homepage

Almdudler

Von der Alm soll ich schreiben, haben sie gesagt. Von der Alm. Dabei gäbe es doch gerade genug andere schöne Themen. Z. B. könnte ich meine Freude darüber zum Ausdruck bringen, dass dieses Jahr endlich keine Love Parade mehr in Deutschland stattfindet (yippieh). Oder man könnte sich an dieser Stelle einmal über Sinn und Unsinn der Rechtschreibreform und ihrer Boykottierer auslassen.
Aber nein, ich soll von der Alm schreiben. Dabei weiß ich gar nicht, was ich da genau schreiben soll. Da hat wohl irgendein eigentlich toller Fernsehsender in Anlehnung an den großen "Ich bin ein Star - holt mich hier raus"-Erfolg aus einem plötzlichen Amoklauf heraus ein ähnliches Format auf einer abgelegenen Alm veranstaltet (ob Alm, ob Dschungel oder ein Hinterhof in Bielefeld - ist ja schließlich alles dasselbe). Nur, dass sich dafür noch nicht einmal mehr B-Promis gefunden haben, sondern z. T. auf völlig Unbekannte zurückgegriffen werden musste. Wer z. B. ist Kader Poth? Und schreibt man die überhaupt so? Und René Weller - hat der überhaupt während der mehrwöchigen Veranstaltung gewusst, wo er sich befindet? Wie schafft man es, so dauer-stoned zu wirken? Oder Diana Herold, als Tänzerin der Bullyparade ja ganz süß - aber als ungeschminkte Dauerraucherin?!?!?!? Huuuaaa! Ach, wie gruselt mir?! Naja, anstatt Käfer fressen und mit Spinnen baden, musste man dort eben andere Viecher verspachteln und in Jauche plantschen. Oder so. Ich weiß es eigentlich auch nicht. Das hätten die mir ruhig sagen können, die unbedingt wollten, dass ich da was drüber schreibe. Denn sowas war selbst mir zu blöd, um mich persönlich zu informieren. Wer hat eigentlich am Schluss gewonnen? Costa Cordalis? Ach ne, der war ja bereits schon wieder ZU PROMINENT, um da mitzumachen. Ach ne, man sollte einfach nichts schreiben über etwas, von dem man keine Ahnung hat. Deshalb schreibe ich auch nie etwas über Frauen ...

16 . 7. 2004 Homepage

Abpfiff

So, jetzt ist sie auch vorüber, diese Fußball-Europameisterschaft 2004. Aber selbstverständlich muss man dazu noch einige Zeilen schreiben. War es nicht toll, dass ausnahmsweise zwei Länder zum ersten Mal im Endspiel standen? Vielleicht erlebe ich ja auch noch eines Tages das Europameisterschafts-Endspiel Andorra gegen Färöer Inseln. Was können wir froh sein, dass sich die deutsche Mannschaft nur drei Spiele lang blamieren musste und dann heimfliegen durfte. Wenn wir alle ehrlich sind, haben die doch einen riesengroßen Mist zusammengespielt. Und wie war das an diesem ominösen 23. Juni, als Deutschland gegen die Tschechische Republik die letzte Vorstellung gab? Ich dachte an all die armen Schweine, die sich Anfang des Monats bei einem bekannten Elektrofachmarkt einen neuen Fernseher gekauft hatten, in der Hoffnung, bei einem deutschen Gewinn der Europameisterschaft den Preis wiedererstattet zu bekommen. Haha, das ist dann wohl dumm gelaufen. Anders die Griechen. Die hatten eine ähnliche Aktion am Laufen. Und wie es heißt, haben sich dort wohl schon so einige für diese Aktion Verantwortliche mittlerweile kräftig selbst in den Arsch gebissen. Aber wer kann das auch ahnen, dass ein einfacher Trainer eine Rumpelmannschaft zu solchen Erfolgen führen kann? Damit war Otto Rehhagel, der griechische Trainer, also auch ein Kandidat für die Nachfolge von Rudi Völler. Doch irgendwie möchte keiner die deutschen Rumpelkicker trainieren. Nur Lothar Matthäus, aber der darf nicht. Der muss erst noch weitere Trainer-Erfahrungen sammeln bei Mannschaften wie Ungarn, FC Latzfatz und Butzbachbütteler SC. Einen Kandidaten wüsste ich ja: Paul Breitner. Immerhin war's der schon einmal für einige Minuten. Oder warum macht man nicht einfach eine Casting-Sendung draus: Deutschland sucht den Supertrainer? Sonst macht man das doch auch mittlerweile bei jedem scheiß Anlass. Sind doch nicht so viele Anforderungen, die man braucht: Man muss die Medien beschimpfen können, langweilige Länderspiele ankucken, Ausreden für mieses, lustloses Gekicke finden, und Erfahrung im Umgang mit geistig Minderbemittelten kann auch nicht von Nachteil sein. Ach, vielleicht mach ich's ja auch noch selbst.

20 . 6. 2004 Homepage

Astrologie für Arme

Eines muss ich ja an dieser Stelle jetzt endlich einmal los werden: Warum geben Frauen eigentlich so viel auf Horoskope? Das ist ja wirklich unglaublich. Gespräch zweier junger Frauen: "Ich hab jetzt einen neuen Typen kennen gelernt." - "Und, was ist er für ein Sternzeichen?" Da könnte ich mir echt in den Arsch beißen, wenn ich noch so gelenkig wäre. Ist ja scheißegal, ob der Typ nun ein Schwerverbrecher, Vergewaltiger oder Charles Manson persönlich ist, hauptsache er ist kein Zwilling. Das ist ja überhaupt das Schlimmste. Die armen Zwillinge werden ständig abgelehnt, weil sie "ja nicht wissen, was sie wollen". Wie schön, dass wir das alles an irgendwelchen Sternenkonstellationen ablesen können. Das bewahrt uns sicherlich vor vielem Leid. "Sie haben Saturn im siebten Haus, das ist gar nicht gut." - "Stimmt, ich wusste nämlich gar nicht, dass ich überhaupt sieben Häuser habe - und wenn sich in einem davon ein Saturn-Fachgeschäft befindet, dann interessiert sich bestimmt auch das Finanzamt dafür, dass ich da offensichtlich Pacht bezahlt bekomme! Es gibt sogar einen Call-in-Fernsehsender in Deutschland, bei dem man sich sein Horoskop ganz persönlich live ausstellen lassen kann und sich dann anhören muss "Oh, Sie haben Merkur im dritten Haus und die Sonne auf dem Balkon - lassen Sie sich lieber von ihrem Mann scheiden, das hat sowieso keine Zukunft. Außerdem kaufen Sie in unserer anschließenden Verkaufssendung einen schönen Bimsstein, der passt nämlich zu Ihnen und bringt Ihnen Glück. Das werden Sie auch brauchen, denn morgen verlieren Sie ein Bein und übermorgen auch noch Ihren Geldbeutel." Und sowas läuft frei herum. Bestenfalls sind Horoskope ja noch sehr allgemein gehalten, nach dem Motto: "Vergessen Sie heute nicht zu atmen" oder "Regen Sie sich heute nicht allzu sehr über unwichtige Dinge auf". Was wird nicht alles Geld mit diesem Zeug verdient. "In den Sternen kann ich Ihren Gesundheitszustand ablesen." In der Toilette kann ich das auch manchmal. Oder im Spiegel. "Ihr Aszendent ist Jupiter und steht in Opposition zu Pluto." Was hat denn bitte meine Küchenmaschine mit einem Walt-Disney-Hund zu tun? Also mir verschließt sich dieses Thema ziemlich, wie man vielleicht mittlerweile schon gemerkt hat. Im chinesischen Horoskop bin ich übrigens eine Ratte - aber nicht, dass jetzt einer Rattengift auf meiner Homepage auslegt ...

30 . 5. 2004 Homepage

Aus, vorbei ... und vielleicht der Friedensnobelpreis

Auch der letzte Krümel der letzten "Song Contest"-Party ist aufgeräumt, die letzte Schnapsleiche ausgenüchtert, der letzte Ohrenkrebs verheilt - und was uns bleibt, sind einige Erkenntnisse. Zum einen: Solange Deutschland nicht in 17 Teilrepubliken zerfällt, gibt es nicht die Spur einer Chance, diesen Wettbewerb jemals wieder zu gewinnen. Da hat man nun den besten Song abgeliefert, und dann gewinnt irgend so ein kirgisischer Höhlenhupf. Was soll man dazu noch sagen? Verwunderlich ist ja, dass sich ausgerechnet Staaten die Punkte zugeschustert haben, die sich in den letzten Jahrzehnten nicht schnell genug gegenseitig die Köpfe vom Hals schießen konnten. Insofern könnte man vielleicht dem ganzen Song-Contest-Treiben zumindest soviel abgewinnen, dass er Frieden stiftende Wirkung hat. Da wäre es doch fast bedenkenswert, ob man künftig neben Israel (die ja nur deshalb überall in Europa mitmischen dürfen, weil sie ihre arabischen Nachbarn gerne mal auslöschen und deshalb dort nicht mehr so gerne gesehen werden) auch Palästina an diesem Wettbewerb teilnehmen lassen sollte. Wenn die beiden sich punktemäßig dann auch so verbrüdern, könnte man den Song Contest glatt für den Friedensnobelpreis vorschlagen. Ja, und dann ist da noch die Erkenntis, dass sich in diesem Jahr Malta mit Ralph Siegl blamiert hat. Aber ich bin ganz sicher, dass Herr Siegl im nächsten Jahr wieder ein Land finden wird, welches ihn noch nicht so gut kennt, dass es sich nicht auf ihn einlassen würde. Er hat schließlich auch sehr gute Vorschuss-Lorbeeren: Wahrscheinlich hat keiner den Grand Prix so oft nicht gewonnen wie er. Und wenn es für die letzten Plätze Trost-Bonusmeilen gäbe, dann müssten wir ihn in Deutschland auch gar nicht mehr so oft haben. Ich glaube ja immer noch, dass er ganz gut zu Naddl gepasst hätte. Apropos Naddel: Was ist eigentlich aus dieser Intelligenzbestie geworden? Ob sie gerade mal wieder irgendwo ihre Titten wiegen lässt? Naja, eigentlich interessiert's mich nicht wirklich. Ich finde das ganz gut, dass wir den ganzen Song-Contest-Scheiß jetzt mal wieder für ein Jahr abhaken können. Und wer weiß, vielleicht hören wir dann im nächsten Jahr ja: "Rhine-Land-Pfalz ... eight points, Bavaria ... ten points, and finally Bathing-Württemhill ... twelve points."

28 . 4. 2004 Homepage

Aber, aber, Herr Moik

Dieses Mal hab ich echt ein kleines Problem: Eigentlich wollte ich etwas über Karl Moik erzählen. Aber ich fürchte, der Großteil meiner Kolumnen-Leser kennt den gar nicht. Wir haben ja auch nicht unbedingt dieselbe Zielgruppe. Er spricht eher Leute an, die 1-5 Generationen über meiner Zielgruppe liegen. Aber ich werd's einfach mal versuchen. Also der Karl, der Moik, der hat im Fernsehen so eine Sendung, in der immer irgendwelche Spacken in Trachtenkleidern von der heilen Welt singen. Das nennt sich dann "Mutantenstadl" oder so ähnlich. Und in dieser Sendung, so heißt es, hat er sich doch kürzlich tatsächlich erdreistet, die Italiener zu beleidigen, hat sie gar als "Spaghettifresser" tituliert. Nun kann man den Italienern ja Vieles vorwerfen: Sie haben alle kleine Schwänze, leben bis zum 50. Lebensjahr bei Mutti und sind jeglichen Geldwäschereien nicht abgeneigt. Aber "Spaghettifresser", das ist ja nun wirklich unverschämt. Da freuten sich vermutlich noch nicht einmal die typischen Stadlzuschauer, die in ihrer Wehrmachtsuniform zuhause vor dem Bildschirm saßen - schließlich waren die Italiener "damals" ja noch unsere einzigen Verbündeten. Und dann meinte Moik noch "bella Italia", wohl im Glauben, das hieße "scheiß Italien". Aber, lieber Herr Moik, "Scheiße" heißt "Stronzo". Sie müssen schon aufpassen, was Sie sagen, sonst werden Sie vielleicht eines Tages einfach ersetzt und vom Bildschirm gefegt. So wie Alexandra Kamps bei einer der vielen Casting-Shows, die sich mit ihren aufgespritzten Stoßstangenlippen für den "Mick-Jagger-Look-a-like-Wettbewerb" qualifiziert hat, dies abstritt und kurzerhand in der Jury durch etwas Natürlicheres substituiert wurde. In England soll es ja übrigens jetzt so eine Casting-Show für Politiker geben ("England sucht den Superpolitiker"). Warum ist da in Deutschland noch niemand drauf gekommen? Wir hätten vermutlich nicht genug vielversprechende Kandidaten? Obwohl, viel versprechend vielleicht schon. So, jetzt haben wir heute wieder einmal feste auf Randgruppen herumgehackt. Aber zumindest für die Italiener soll es hier noch einen kleinen Trost geben: Schaut man solchen schuhplattelnden Stadlfuzzies zu, ist man doch froh, wenn man kein Deutscher ist, oder?

23 . 3. 2004 Homepage

Auf in die Türkei

Was hat man sich dabei nur gedacht? Den ganzen Wettbewerb mit aller Gewalt verpoppt und auf jung getrimmt, zwei supercoole Moderatoren hingestellt - und fertig war der deutsche Vorentscheid zum diesjährigen "Eurovision Song Contest - ein Lied für Istanbul" (für die Älteren: der "Grand Prix de la sching schong" oder so ähnlich). Und die ganze Veranstaltung hieß dann sehr erwartungsfroh "Germany 12 points", wobei man wohl schon für den Vorspann tief in den Archiven graben musste: Wann hat denn Deutschland zuletzt in diesem Wettbewerb mal 12 Punkte von irgendjemandem bekommen? Und es wäre auch nicht verdient gewesen. Aber diesmal sollte alles anders sein. Nur: Hätte man keine besseren Moderatoren gefunden als Laber-Pilawa, der den zu erwartenden Eurovision Song Contest mal glatt geschwind nach Israel verlegt hat, und die nervige Viva-Intelligenzbestie Sarah Kuttner ("5 ist die Hälfte von 10 ... boah", "Er hat am Grand Prix teilgenehmt.", "Ich drück dir ganz fest die Trauben"). Was kann die eigentlich? Die sieht ja noch nicht mal gut aus! Am Schluss war sogar Moderatorenkollege Pilawa sichtlich angenervt von so viel piepsigem Viva-Niveau neben sich. Doch zuerst gab die Show einen Songreigen her, der in diesem seither sehr verschlafenen Wettbewerb seinesgleichen suchte. Es startete der arrogante Schweizer Patrick Nuo mit einem zugegebenermaßen solide gesungenen "Undone" und dem wohl größten Ohrwurmcharakter des Abends. Darauf folgte ein ganz nettes "Hungriges Herz" von Mia und eine müde Vorstellung von Sabrina Setlur featuring Glashaus + Franziska mit dem Titel "Liebe" - und für einen Augenblick wünschte man sich tatsächlich die blinde Corinna May zurück. Aber es kam keine Corinna May, sondern die zusammengecastete Boygroup Overground mit "Der letzte Stern". Hätte aber auch genauso gut "Der letzte Scheiß" heißen können. Die Tanzschritte alle schön auswendig gelernt, war wohl zuwenig Luft zum Singen übrig. Immer wenn ich diese Band sehe, frage ich mich außerdem, ob Kinderarbeit nun wieder erlaubt ist. Tina Frank mit "Ich schenk dir mein Herz" war die nächste. Naja, für Oli P. reicht das wohl. Erst mit dem Auftritt vom von Stefan Raab gecasteten Max aus dem Schwabenland, der einmal mehr seine unglaubliche Soulstimme mit seinem Titel "Can't wait until tonight" unter Beweis stellte, kehrte einmal so ein bisschen Klasse ein. Diese Klasse wurde aber sofort wieder jäh zerstört durch den Auftritt von Westbam und Afrika Islam "Dancing with rebels". Dazu fällt mir wirklich nur noch eines ein: what a shit! Und wie man mit Grausen erfahren musste, sind da auch die Fans schon doof. Mit "Höher" trat dann endlich wieder ein Guter auf - mein Favorit Laith al-Deen, der einen soliden Auftritt hatte, aber dem Publikum wohl leider nicht so sehr gefallen konnte. Dann Wonderwall - drei ... entschuldigung ... zwei nette kölsche Mädels, die wirklich tolle Musik machen, aber leider mit "Silent tears" wieder einmal zeigten, dass Live-Singen ihr Ding nicht ist. Den Schluss bildete Scooter mit einem gewohnt beschissenen "Jigga Jigga", welches auch eine laue Pyrotechnik-Performance nicht aufwerten konnte. Zu meinem blanken Entsetzen wurde Scooter dann aber - neben Max - ins Finale gewählt. Naja, was will man von einem Volk erwarten, welches in der nächsten Bundestagswahl wahrscheinlich der CDU wieder zur absoluten Mehrheit verhilft?! Zum Glück gewann dann aber ganz am Ende doch der sympathische Max, der auch gute Chancen in der Türkei haben dürfte, ganz klar vor Scooter. Die anderen Nationen hätten Deutschland vermutlich den Krieg erklärt, wenn wir diese verkappten pyrotechnischen Techno-Schreihälse nach Istanbul geschickt hätten. Ach ja ... und wo war an diesem Abend eigentlich Schlagerproduzent Ralph Siegel? Er war immerhin vertreten durch ein Medley der Ten Tenors aus Australien im Showprogramm. Okay, das nehmen wir so hin - wenn er nur daheimbleibt.

15 . 2. 2004 Homepage

Abgehalfterte Stars und Dschungelcamps

Ach, was waren das noch für Zeiten, als abgehalfterte Stars, die keiner mehr sehen wollte, noch auf Ausflugsschiffen und in Touristenhotels aufgetreten sind?! Und heute? Heute nerven sie uns alle mit täglicher Medienpräsenz. Nur weil sie mal ein paar Maden gefressen haben, was sie doch aus ihrer Insolvenz-Zeit noch gewohnt sein müssten. Und das "Dschungelcamp" ist an allem schuld. Wäre es nicht möglich gewesen, die Leute dort unten einfach zu "vergessen"? Wer hätte die denn vermisst? Jetzt haben wir natürlich den Scheiß: Durch die konzeptionelle Ähnlichkeit mit "Big Brother" war bereits zuvor schon zu befürchten, dass die Teilnehmer (oder darf man "Insassen" sagen?) alle nach ihrer Rückkehr Platten aufnehmen, die dann wieder von irgend welchen Menschen "nicht gekauft" werden und deshalb wieder die deutschen Charts verstopfen. Dann muss man eine Susan Stahnke singen und tanzen sehen (kann die eigentlich überhaupt irgend etwas?), einen neuen infantil-dümmlichen Tanz lernen (Jungle Beat) und Gesichter ertragen wie das von ... ja, wie hieß der überhaupt ... war nur einen Tag dabei, wollte dann heim zu Mama und singt nun ernsthaft mit "dieser Dschungel ist die Hölle"? Ja hakt's denn???? Womit wir beim Thema Bekanntheit wären. Wer kannte denn die Insassen überhaupt? Die eine Hälfte war schon wieder vergessen und deren Fans alle schon lange tot, und die andere Hälfte kannte man schon von vorneherein nicht. Naja, was reg ich mich auf? Nun ist es ja vorbei. Zumindest so lange, bis wieder ein paar "Stars" gefunden werden, die gerne bei einer zweiten Staffel dabei sein wollen. Warum kommt mir da jetzt Jürgen Drews in den Sinn? Aber wenn der dann mitmacht - bitte, bitte vergesst wenigstens DEN dort. Zuerst sind allerdings andere Länder dran. Z. B. die Engländer, die zur Abwechslung mal ein paar Tiere ins Camp schickten (u. a. ein spätpubertierender Dumpfgockel und eine Silikon-Tümpelschlampe, zwei Tiere der Gattung Nervix Arschlocheae). Ich finde ja, solch ein Projekt kann man auch billiger haben. Man zäunt einfach ein Stück Weideland in Havelse ein, sperrt dort vergessene Semi-Promis weg und bewirft sie einmal am Tag mit Dreck. Nicht vergessen darf man natürlich, wenigstens einem davon eine Gitarre in die Hand zu drücken. Und wenn man Vogelstrauße nach Australien einfliegen kann, dann kriegt man die bestimmt auch nach Havelse. Nur sollen diese Tiere die Altstars dann nicht zerpicken, sondern am besten gleich zuscheißen. Ohje, das ist alles so aufregend. Ich muss wohl wieder meine Tabletten nehmen. Hoffentlich ist dieses Format auch bald totgesendet. Oh Augenblick, geh schnell vorbei.

5 . 1. 2004 Homepage

Alles auf den Mars

Gäbe es wirklich "kleine Männchen" auf dem Mars - worüber würden die wohl gerade reden? Vermutlich würden sie sich darüber aufregen, dass die "blöden Arschlöcher von der Erde" derzeit alle paar Wochen irgend so einen kleinen scheiß Roboter auf ihren Planeten schießen. Und manche davon funktionieren noch nicht mal richtig, gelten bei Ankunft schon als Elektroschrott. Die europäischen, zumindest. Wie jetzt Beagle 2, der entweder direkt in ein marsianisches Erdloch geschossen wurde (womit's dann wohl 1:0 für die Erde stünde) oder dessen Technik ganz einfach unzureichend ist. Auf dem Mars geht schon das Gerücht, Toll Collect hätte diesen Roboter gebaut. Vielleicht hätten die europäischen Raumfahr-Spezialisten sich einmal Rat von einer Unternehmensberatung holen sollen. So wie unsere Regierung das seit 1998 für Hunderte Millionen Euro gemacht hat. Fragt sich nur, warum Politiker dann für sich beanspruchen, das Gehalt zu bekommen, welches man in den Chefetagen der Wirtschaft erhält, wenn doch jegliche Verantwortung und jegliches Brainstorming outgesourced wird. Das gibt jetzt wieder prima Schlagzeilen für das Sprachrohr der geistig Schwachen, die Zeitung mit den vier großen Buchstaben, die wahrscheinlich die Wahlzettel für die nächsten Wahlen druckt und Parteien links von der CDU dabei einfach weglässt. Immerhin gibt's rechts von der CDU noch einige Konkurrenten. Zum Beispiel Hamburgs Ex-Innensenator Ronald Schill, der sich zur Neuwahl der Hamburger Bürgerschaft am 29. Februar aufstellen lässt - für die Pro-DM-Partei (obwohl zu ihm eine Pro-Reichsmark-Partei eigentlich besser passen würde), weil ihn mittlerweile seine eigene, selbstgegründete Partei rausgeschmissen hat (welche Schmach muss das sein?). Sollte er an der 5%-Hürde scheitern, will er auswandern, ließ er bereits im Vorfeld verlauten. Ich habe auch schon ein tolles Ausreiseziel für ihn - Südamerika. Da sind seine Gesinnungsfreunde vor 59 Jahren schließlich auch zuhauf hingegangen. Vielleicht kann er da dann auch wieder seine DM einführen - in Argentinien wäre man froh, man hätte so eine starke Währung. Ne, das ist mir gerade alles irgendwie zu blöd. Ich glaub, ich begebe mich jetzt in den Winterschlaf - sollen doch alle machen, was sie wollen.

^ up

< back