8. 10. 2011 Homepage

Wenn einer eine Reise tut ...

... dann kann er was erzählen. Sagt man. Meine Reise, sozusagen mein Haupturlaub, führte dieses Jahr wieder in die Türkei - genauer nach Okurcalar, zwischen Side und Anamur. Die Türkei hatte einfach das größte Angebot. Kumpel Charly war wieder mit von der Partie. Wir ertragen uns einigermaßen im Urlaub, solange es nur eine Woche ist. Dieses Jahr fahren wir mit der S-Bahn zum Flughafen. Als Laie merkt man gleich: "Häääää???? Für wie viele Zonen muss ich jetzt meine Fahrkarte aus dem Automaten ziehen?" Leider ist nirgends ein Zonenplan zu sehen. Wäre es nicht sinnvoller, das System einfach nach Zielen - in diesem Fall den Flughafen - einzuteilen? Aber nein, wir haben es ja hier mit der Bahn zu tun. Also irgendeine Fahrkarte rausgelassen, die vielleicht stimmt. Meine ist einen Euro teurer und wir vermuten, dass Charly deshalb eine Station vorher schon aussteigen muss. Macht er aber nicht.

Wir fahren bis zum Flughafen und stellen uns dort an der endlosen Schlange am Check-in an. Dieser dauert gefühlte 25 Stunden, dafür haben wir schonmal einen Eindruck, was für scharfe Bräute aber auch dumme Arschlöcher uns auf diesem Flug begleiten werden. Der Flug ist ok und hat auch kaum Verspätung. Das x-malige Ein- und Ausklappen des Fahrwerks vor der Landung lassen mich dann allerdings etwas besorgt werden. "Mr. Bean" und "Tom und Jerry" im Bordfernsehen lenken die Fahrgäste etwas ab, doch bei der Landung merken alle, was Sache ist: Die härteste Landung meines Lebens. Sowohl hintere als auch vordere Räder sind beim Bodenkontakt deutlich spürbar. Hoffentlich kann er wenigstens bremsen, der Pilot. Wir sehen ihn nachher im Flughafengebäude wieder, wie ihm unterwegs diverse Dinge aus der Hand fallen. Wohl nicht sein Tag, heut. Aber wir sind ja unten. Jetzt nur noch den Schalter der richtigen Incoming-Agentur finden. "Nur" ist gut. Es dauert etwas, bis wir den kleinen Aufdruck auf einem der Schilder der mindestens 50 Ausgänge wahrnehmen. Dann stellen wir uns dort vor und dürfen in den Bus, der uns in anderthalb Stunden zu unserem Hotel bringt (wir sind schon die zweite Anfahr-Station, die meisten anderen im Bus werden noch länger unterwegs sein).

Im Hotel angekommen, begrüßt man uns mit dem Vorwurf, dass man schon um 0:00 Uhr mit uns gerechnet hätte. Klar, da sind wir gelandet. Aber nach dem Transfer geht es jetzt halt doch schon scharf auf die 2:00 Uhr zu. Der Vorwurf war wohl nur ein Alibi für das, was jetzt kommt: "Jetzt sind wir leider überbucht. Sie müssen eine Nacht in unserem Nachbarhotel schlafen. Gehört allerdings demselben Besitzer. Sie können sowieso beide Hotels nutzen. Poolbar, Abendprogramm, Strand - alles wird geteilt." Wir werden die fünfzig Meter zum anderen Hoteleingang chauffiert, das Gepäck ins Auto geladen. Im Nachbarhotel erklärt man uns, dass unser Zimmer erst geputzt werden muss und wir erst um 3:00 Uhr hinein können. Wir sollen doch seither ins Restaurant runter und sehen, was vom Mitternachtssnack noch übrig ist. Da könnten wir was essen. Dort angekommen, werden wir als erstes von zwei sichtlich betrunkenen aber nett anzusehenden Mädels angegrabbscht. Für mich kein Problem, aber bald kommen deren Freunde und nehmen die zwei wieder mit. Charly und ich sind uns einig, dass die zwei Ischen uns am nächsten Tag nüchtern sowieso nicht mehr kennen. Und genau so kommt es dann auch. Zunächst gibt es allerdings noch eine unruhige und kurze Nacht in einem Zimmer zur Straße. Wie gut, dass wir am nächsten Morgen ein anderes Zimmer im anderen Hotel bekommen.

Dieses ist auch viel schöner. Und man bemerkt die Gewissensbisse der Hotelleitung, da wir ein Zimmer mit (eigentlich nicht gebuchtem) Meerblick und dazu eine Flasche Wein und einen Obstteller bekommen. Außerdem soll der Safe - sonst wohl nicht im All-Inclusive inbegriffen - für uns umsonst sein. Ich habe übrigens bis heute nicht begriffen, was "All Inclusive Ultra" sein soll, wenn normalerweise noch nicht mal der Safe umsonst ist. Na gut. Wir lernen die Hotelanlage und den schönen Strand kennen. Für mich als Nichtschwimmer ist natürlich blöd, dass der Sand nur aufgeschüttet ist und das Meer einen Kieselboden besitzt, in den man sofort bis zum Knöchel hineinversinkt. Mehr als 10 Meter sollte man sich als Nichtschwimmer also nicht hineinwagen. Wir werfen einen Ball hin und her und Charly beschwert sich, dass er von Fischen attackiert wird. Was die Größe dieser Tiere angeht, übertreibt er zwar etwas, aber in der Tat steigt er blutend aus dem Wasser. Damit konfrontiert, wird die Hotelleitung später sagen "Uns hat noch nie jemand was von Fischen gesagt". Ist ja auch egal. Mich haben sie nur einmal kurz gezwickt.

Wir wollen an der Poolbar des Nachbarhotels einen Snack zu uns nehmen, da uns die Leute an den Rezeptionen beider Hotels ja gesagt haben, dass wir beide nutzen können. Weil ich nur ein blaues aber kein orangenes Bändchen am Arm habe, wird mir aber der Teller aus der Hand gerissen und ein böser Blick zugeworfen. Ich dürfe hier nicht essen. Charly lässt sich von sowas nicht einschüchtern, aber bei mir kommen sie schon zu zweit. Da geh ich dann doch lieber freiwillig wieder. Ein "Infogespräch" später an der Rezeption bestätigt mich allerdings darin, dass der Mitarbeiter falsch lag. Sie wollen seinen Namen wissen. Den habe ich mir allerdings nicht gemerkt. Um solche Dinge künftig zu vermeiden, bekommen Charly und ich nun beide Bändchen an den Arm. Dafür werden wir von vielen Hotelgästen interessiert angesehen und fühlen uns wichtig.

Am Nachmittag nehmen wir beim Hotelfußball teil. Toll organisiert von den Gästen selbst. Macht Spaß. Allerdings ist der Boden wohl aus Beton und eigentlich ein Tennisplatz. Kein gutes Geläuf, weshalb wir danach Blasen an den Füßen haben. Bei mir gehts noch, aber Charly hat beide Fußsohlen offen, wird künftig weniger ins Meer können und macht Bekanntschaft mit der hübschen kleinen Hotelärztin. Natürlich vom Nachbarhotel. Denn UNSER Hotelarzt ist nur von 9:20 bis 9:25 Uhr da. Der war bestimmt mal Beamter in Deutschland. Abends sind wir an der Poolbar des Nachbarhotels. Wir haben Spielkarten mitgebracht und suchen Mädels als Mitspieler. Zu dieser Zeit des Jahres sind aber wieder nur alte Leute oder junge Paare unterwegs, weshalb die Auswahl sehr klein und sehr schwer zu finden ist. Wir finden trotzdem zwei. Gerade erst angekommen, aber willigen dennoch ein. Zwei süße Mädels aus Frankfurt. Eineiige Zwillinge. Es soll ein paar Tage dauern, bis wir sie auseinanderhalten können. Wir laden sie auf unser Zimmer ein, damit sie auch mal die Zimmer in UNSEREM Hotel sehen können und unsere Weinflasche irgendwie leer wird. Ich trinke eigentlich lieber rot und Charly überhaupt keinen Alkohol. Zu meiner Überraschung willigen die Mädels wieder ein. Man merkt aber schnell, dass es bei dieser Urlaubsbekanntschaft eine klare "Annäherungs-Grenze" geben wird. In den folgenden Tagen können wir sie noch zum Bowling, Billard und Tretbootfahren überreden, manchmal sehen wir sie auch bei der Abendunterhaltung (wieder sehr bemüht: die Animateure) - ansonsten merkt man aber auch den Willen, zwischendurch auch mal Ruhe vor uns zu haben. Bei der Abendunterhaltung versteckt Charly sein meist hartes Urteil wieder nicht - und so ist mir bei der Verkündung "morgen gibt's Comedy" sein lautes "NEIN!" etwas peinlich. Die Comedy kannten wir von der Abendunterhaltung UNSERES Hotels zuvor schon. So lustig war das nicht.

Mit Disko ist es dieses Mal irgendwie nicht weit her. Die Disko im Nachbarhotel und der Nightclub in unserem haben jeweils nur Montag, Mittwoch und Samstag offen. Das drüben ist eine reine Russendisko und bei uns ist der Hund begraben. Der DJ hat eine CD eingelegt und ist gegangen. Um halb zwei ist die CD durch und fortan "Stille". Da offiziell noch bis zwei Uhr auf ist, lässt Charly nochmals nach dem DJ rufen. Dieser wird dann tatsächlich geholt, vermutlich aus dem Bett. Mit entsprechend bester Laune legt er nochmal für eine halbe Stunde auf - für die verbleibenden acht Gäste.

Ein neuer Tag. Ab heute werde ich eine Stalkerin bekommen. Sie heißt Valentina und kommst aus Kasachstan. So weit, so gut. Leider ist sie ungefähr zwischen 75 und 95 Jahre alt und labert mich dauernd in einem miserablen Englisch an. Ob im Wasser oder am Strand - überall scheint sie mir aufzulauern. Dass ich angestrengt in mein Buch starre und sie großzügig "überhöre", scheint sie nicht aufzuhalten. Fortan wird das Baden und Sonnen wohl ein Spießrutenlauf werden. Warum passiert mir nur immer wieder sowas?

Wir fassen eines Tages den Entschluss, einen Ausflug nach Alanya zu machen. Vor dem Hotel spricht uns gleich ein Taxifahrer an, der uns für viel Geld dahin fahren will. Da wir wissen, dass es mit dem Dolmus-Bus wesentlich günstiger ist und ich etwas türkisch kann, handeln wir ihn aber herunter. Er will uns dafür in Alanya hinfahren, wo wir wollen und jeweils auf uns warten. Wir willigen ein. Für die Strecke nach Alanya braucht man normalerweise mindestens eine halbe Stunde. Wir schaffens in zwanzig Minuten. Fahrer missachtet sämtliche Geschwindigkeits- oder Überholregeln. Aber so ist das hier wohl. Zeit ist Geld - auch hier. Wir besichtigen in Alanya den Hafen, die Burgen und den Basar. Dann lassen wir uns wieder zurück fahren. Das nachmittagliche Fußballspiel ist nur noch unter Schmerzen zu vollziehen. Dafür fahren wir nochmal mit dem Tretboot raus - diesmal ohne Mädels. Charly will schnorcheln. Unterwegs begegnen uns Tretbootfahrer von anderen Hotels. Die haben Sonnenschirmchen auf dem Boot!!! Als sie uns kreuzen, kann ich mir ein "Pussys!!!!!" nicht verkneifen.

Bald schon naht der vorletzte Tag. Wir nutzen ihn nochmals kräftig zum Baden. Fußball wird jetzt plötzlich von einem Animateur organisiert - und schon klappt nichts mehr. Die Leute wandern gefrustet wieder ab. Schade. Wie ein Kindergarten. Am Strand werde ich zum wiederholten Mal von einem fremden angesprochen, ich solle mich doch mal wieder rasieren und wie ich denn überhaupt herumlaufe. Endlich kapiere ich: Das ist der Hotelfriseur auf der Suche nach Arbeit. Da hätte ich auch gleich drauf kommen können. Am Abend gibt es Karaoke an unserer Pool-Bar. Ich wollte nicht, aber Charly überredet mich zu einem Duett. Wenn schon, dann suche ich mir wenigstens den Song aus. "Don't let the sun go down on me" von George Michael und Elton John soll es sein. Wir machen uns zunächst keine Gedanken, dass uns das schwul aussehen lassen könnte. Wir werden auf die Bühne gerufen. Da stehen wir dann dumm herum, weil die Organisatoren die DVD mit dem Lied nicht finden. Sie versprechen, nebenher weiter zu suchen und schicken uns wieder auf unsere Plätze. Wir bekommen trotzdem Applaus, und ich frage mich, ob wir das mit unserem Geträller nachher noch toppen können oder ob wir es dabei schon belassen sollen. Kurz darauf ist es aber soweit. Mir schlottern die Knie beim Singen, zumal man mich wohl lauter hört als Charly. Donnernder Applaus schickt uns danach von der Bühne. War es Mitleidsapplaus? Waren sie nur froh, dass wir endlich fertig waren? Oder waren wir wirklich gut? Die Organisatorin flüstert mir jedenfalls ins Ohr, ich solle unbedingt noch ein Lied singen. Ich schüttle den Kopf - das habe ich nun wirklich nicht vor. Doch zurück am Tisch überredet mich Charly wieder dazu - er will unbedingt noch "Sounds of silence" von Simon und Garfunkel mit mir singen - zumal diese zwei Künstler als definitiv nicht schwul bekannt sind. Da sich an diesem Abend nicht so viele Leute trauen und die Organisatoren deshalb schon etwas besorgt um die dann recht kurze Veranstaltung sind, willige ich abermals ein. Dieses Lied ist mir nicht mehr so vertraut, weshalb ich auch nicht mehr so gut singe und hernach auch nicht mehr zu einer Zugabe aufgefordert werde. Wieder am Platz wird uns von der Animation ein junges Mädchen an den Tisch gesetzt, die an diesem Abend alleine ist, weil ihr Freund schon im Bett ruht. Wir lernen sie kennen und entdecken, dass sie zu Hause gar nicht so weit weg wohnt. Sie ist auch richtig nett. Bis sie erzählt, dass sie sehr auf Sternzeichen achtet. An diesem Punkt diskutiere ich meistens nicht mehr mit, weil ich als Zwilling sowieso bei Frauen das absolute No-Go-Sternzeichen habe. Das ist doch bescheuert. Kann ich doch nichts für. Dass Charly nun veranlasst, dass das Mädel mit mir noch ein Lied singen soll und sie sich auch noch "The lion sleeps tonight" von den Tokens heraussucht, hätte aber dann nun wirklich nicht mehr sein müssen. Ein Lied, mehrere Oktaven über meinem doch eh sehr beschränkten Tonrepertoir, macht meinen halbwegs erträglichen Singsang von vorher nun wohl endgültig vergessen. Trotzdem gibt es noch Applaus. Und es sind auch noch alle da. Ich bin aber froh, als die Singerei ein Ende hat und die Animateure ihr Karaoke-Gedöns wieder abbauen. Am letzten Abend Karaoke singen (wie ein Jahr zuvor in Tunesien) hat den Vorteil, dass man am nächsten Tag nicht mehr erkannt und darauf angesprochen werden kann.

Wir wollen am Abreisetag eigentlich früh aufstehen und nochmals ins Meer, ehe wir um zwölf vom Transferbus abgeholt werden. Wir verschlafen allerdings hemmungslos, und so reicht es nur noch dafür, mich fünf Minuten von unseren Zwillingen im anderen Hotel zu verabschieden. Leider denke ich in der Hektik nicht daran, sie nach ihrem Nachnamen zu fragen oder ihnen meine Karte zu geben. Naja, wäre vermutlich eh kein bleibender Kontakt gewesen. Aber schade, eine Woche tollstes und wärmstes Wetter - und nun schon wieder zurück. Wir haben am Flughafen kaum eingecheckt und das Gate erreicht, da werden wir auch schon - eine halbe Stunde zu früh - zum Boarding gerufen und in den Bus gestoßen, der uns zum Flugzeug bringt. Wir sitzen in einem fast leeren Flugzeug und wundern uns, was denn die Eile soll. Zumal wir noch eine ganze Zeitlang auf zwei weitere Busse mit den restlichen Passagieren warten müssen. Letztlich fliegen wir dann doch nicht früher als geplant ab. Auf dem Rückflug sehen wir keine lustigen Filme mehr, sondern die computeranimierten Sicherheitsmaßnahmen. Dafür ist die Landung weicher. Wir landen eine halbe Stunde früher. Entweder ist der Pilot eine Abkürzung geflogen oder hatten wir Rückenwind. Ob ich gleich wieder zurückfliegen darf, wenn ich einfach im Flieger sitzenbleibe?

8. 9. 2011 Homepage

Und es war Sommer ...

... oder auch nicht. Mal wieder. In Facebook rottete sich eine Gemeinde zusammen unter dem Motto "Frühling, Arschloch, Herbst und Winter". Zur Kommunikation beitragen konnte man mit Einwürfen wie "Wann wird's mal wieder richtig Arschloch?", "Frag das Dr. Arschloch Team" oder "Arschlochzeit und Winterzeit". Der Sommer war wieder ein Arschloch und fand wieder nicht statt - und doch wurde wieder das sogenannte Sommerloch gefüllt: In Bayerns Wäldern, wo einst ein Problem-Bär sein Unwesen trieb, schlug sich Kuh "Yvonne" wochenlang durch das Unterholz, im Glauben, sie sei ein Reh. Eigentlich sollte sie geschlachtet werden. Vermutlich wurde auf ihrem Heimathof humanes Töten praktiziert und die zu schlachtenden Kühe durften noch einen Film sehen. Und vermutlich lief da "Bambi". Da müsste sich dann keiner darüber wundern, dass die Kuh Lust auf das Waldleben bekam und ausbüchste. Irgendwann verging ihr dann aber die Lust darauf, und sie kehrte wieder zurück. Ach, Yvonne, wärst du doch nach Indien gelaufen, dort würdest du jetzt verehrt. So musst du auf Gut Aiderbichl bei den ganzen anderen alten Kleppern dahinvegetieren. Vielleicht gehörst du ja doch einfach auf die Alm.

Pro Sieben gehört dort allerdings nicht hin. Ihr Format "Die Alm" war ja wohl "der Gipfel" der Dreistigkeit. Dabei wurde das RTL-Dschungelcamp hemmungslos 1:1 kopiert und auf eine Alm verlegt. Dafür waren noch nicht mal mehr B-Promis aufzutreiben. Die Teilnehmer waren wohl eher unter der Kategorie Y einzuordnen. Dirk Bach und Sonja Zietlow wurden gesichtslos durch Daniel Aminati und Janine Kunze ersetzt, die verzweifelt versuchten, ähnlich bissig und lustig zu sein wie Bach und Zietlow. Das ging natürlich völlig in die Latz-Hose, denn nichts ist im Fernsehen schlimmer, als Leute, die lustig sein wollen, es aber nicht sind. Pro Sieben: Guter Sender, aber sowas bitte nicht mehr.

An einem anderen Ort - der kleinen Stadt Schwäbisch Gmünd - trug sich folgendes Sommermärchen zu: Baggert man hier seit gefühlten hundert Jahren an einem Straßentunnel durch die Stadt hindurch, suchte man jetzt nach einem guten und passenden Namen für das Bauwerk. Den Namensfindungs-Wettbewerb gewann, na klar, der "Bud Spencer Tunnel". Als aktiver Schwimmer hat Carlo Pedersoli, wie er richtig heißt, dort mal geschwommen - und angeblich, so die Legende, auch sein Herz an eine Ortsansässige verloren. Für kurz. Grund genug, um als Namensgeber qualifiziert zu sein, sollte man meinen. Der Gemeinderat fands dann aber doch nicht so gut. Der bundesweite Medienrummel, der die Stadt bekannt gemacht hat, war dagegen natürlich willkommen. Und nun soll als Kompromiss das öffentliche Bad "Bad Spencer" genannt werden, für den Tunnel sucht man dann noch weiter nach einem etwas konservativeren Namen. Ob man vielleicht noch eine kleine Anhöhe findet, die man "Terence Hill" nennen kann? Oder man könnte ja auch ganze Städte in Deutschland umbenennen: Bad Nauheim, Bad Boll, Bad Oyenhausen, Bad Bergzabern ... alle heißen künftig Bad Spencer.

2. 7. 2011 Homepage

Beliebt

Neulich habe ich gelesen, nach einer weltweiten Umfrage seien die Deutschen mittlerweile die beliebteste Nation. Das hat mich dann doch irgendwo ein bisschen gewundert. Gut, wir haben uns zuletzt auf sympathische Weise Respekt verschafft - wir sind Papst, unsere Sportvereine sind erfolgreich und unsere Kanzlerin ist weltweit gefürchtet. Wir haben eine tolle Show beim "Eurovision Song Contest" abgezogen, nachdem wir durch den überraschenden Lena-Sieg im letzten Jahr diesmal Gastgeber waren. Durch die Songauswahl für dieses Jahr haben wir den Ball auch gleich wieder weitergeworfen. Soll es nächstes Jahr jemand anderes machen, wir drängen uns nicht wieder vor. Mensch, gut, dass die Griechen dann nicht gewonnen haben. Das wäre eine ärmliche Show geworden, im nächsten Jahr. Präsentiert von Peter Zwegat. Open Air in der Akropolis. Mit einer Silvesterrakete als Light-Show. Und alles live und unplugged gespielt, weil kein Strom da ist. Die nationalen Voting-Ergebnisse wieder wie früher übers Telefon präsentiert.
Ich hoffe mal, die Leute haben bei der Umfrage nicht nur Deutsche im Ausland befragt. Aber selbst, wenn das Ergebnis stimmt - Deutschland tut im Augenblick einiges, um die Beliebtheit wieder zu drosseln. Wenn's darum ging, gehasst zu werden, da waren wir traditionell schon immer stark. Kriege, deren zwei wir angezettelt haben, sind heute nicht mehr so "in" und viel zu teuer, aber in diesem Jahr haben wir dann doch eine andere Plattform gefunden, um uns unbeliebt zu machen: EHEC. Genau, der böse Darmkeim, der epidemiologisch halb Deutschland von der Karte gefegt hat. Also gut, nicht halb Deutschland, nur ein paar. Trotzdem: Wir hatten immer gleich einen Schuldigen. Zuerst haben wir die spanische Lebensmittelindustrie ruiniert, nun die Ägyptische, weils innerhalb der EU auf Dauer dann doch ein bissl blöd ist und Entschädigungszahlungen zur Folge haben kann. Salat, Gurken, Sprossen, Trinkwasser, Scheiße - überall waren die Keime schon zu finden. Gut, dass in Scheiße Keime zu finden sind, hätte jetzt keinen überraschen müssen.
Vielleicht kommt die Frauenfußball-Weltmeisterschaft ja jetzt ganz gelegen, um die Wogen wieder zu glätten. In amateurhafter Harmlosigkeit, mit der technischen Versiertheit eines F-Jugendlichen, rumpeln wir über den Rasen, als wollten wir zeigen, dass auch der Weltmeistertitel diesmal doch bitte an jemand anderen gehen soll. Das ist unser Beitrag. Das ist, was wir bieten können. Eine öffentlichkeitswirksame romantische Hochzeit wie damals von Musiksender-Sabbeltasche Gülcan und ihrem Bäckergesellen ist derzeit nicht geplant - und gegen die royale Artillerie aus dem Ausland können wir als Demokratie sowieso nicht anstinken. Da heiratet der Willi-Prinz von England seine Kate Mitterteich und der Prinz Albert von Marokko seine Scharlene Woodstock - und alles wird auf 8927834987987 Fernsehsendern komplett live übertragen. Welcher der Gäste betritt zuerst die Kirche? Wer hat was an? Wer kommt in welcher Begleitung? Wann winkt das Paar endlich? Wann fließen die Tränen? Wer hat den roten Teppich geknüpft? Ja, ich glaub, es hakt!!! Eigentlich müsste man uns dafür schon wieder lieben, dass wir solch einen Scheiß nicht selbst veranstalten. Schlimm genug, dass wir ihn übertragen und anschauen.

27. 4. 2011 Homepage

Mein neues Smartphone

Ich bin ein Labersack. Frauen würden das wahrscheinlich auf mein Sternzeichen "Zwillinge" zurückführen. An Sternzeichen glaube ich aber nicht. Ich denke, es ist wohl doch eher eine Mischung aus purem Geltungsbedürfnis und einem Hauch Klugscheißerei, die mich dazu treibt, ein Labersack zu sein. Die Hoffnung, die Welt verbessern zu können, wenn nur alle auf mich hörten. Leider hole ich aber verbal immer so weit aus, dass ich ganze Tische von Leuten spielend zu Tode langweilen kann und dass, bis ich zum Punkt komme, die meisten schon längst eingeschlafen sind. Das ist zwar alles nicht sehr schmeichelhaft für mich, hat aber einen entscheidenden Vorteil: Die Ausrede "Das hab ich dir aber gesagt" glaubt mir wirklich jeder, weil jedem ganz genau bewusst ist, dass er mir nicht zuhört. "Hmm ... kann durchaus sein, dass der das tatsächlich gesagt hat."
Aufgrund dieser Mitteilungslust und weil ich ob meines fünf Jahre alten Handys in der Öffentlichkeit ständig ausgelacht werde, habe ich mir jetzt ein ganz modernes Smartphone zugelegt - ein HTC Desire HD. Nach langem Informieren über die aktuellen Geräte auf dem Markt habe ich mich für dieses Modell entschieden, nun habe ich es vor mir liegen. Die Inbetriebnahme-Anleitung sagt mir, ich soll an der dafür vorgesehenen Stelle das Akkufach öffnen, die Folie um den Akku entfernen und den Akku wieder einsetzen. 20 Minuten fummel ich an dem Teil rum, aber ohne jegliche Wirkung. Das ist wie beim Sex. Mal wieder muss Google herhalten. Wie machen es andere? Einer schlägt vor, da das Fach wohl über die eigentlich vorgesehene Stelle tatsächlich nicht zu öffnen ist, die Akkuabdeckung einfach an einer völlig anderen Stelle aufzuhebeln. Und tatsächlich: Das funktioniert auf Anhieb. Vor dem Einrichten jetzt noch schnell an die Steckdose. Leider dauert es dann gut drei Stunden, bis das Ding endlich aufgeladen ist. Die Einrichtung dauert nun bis spät in die Nacht. Ich darf einen Test mit der ungewohnten Touchscreen-Tastatur machen. Schaffe kein einziges vorgegebenes Wort fehlerfrei nachzuschreiben. Ist halt nichts für Wurschtfinger. Aber ich werde mich dran gewöhnen. Die Finger werden bestimmt noch schmaler - das war schon immer so in der Evolution, dass sich der Mensch seiner Umwelt angepasst hat.
Die Einrichtung des Gerätes birgt weitere Schwierigkeiten. Das Internet klappt nicht, das Kopieren der Kontakte von meinem alten Handy klappt nicht - ach, eigentlich klappt überhaupt nichts. Vier Stunden lang studiere ich die endlos lange Handbuch-PDF, aber vieles funktioniert am Gerät dann eben doch ganz anders. Die auf dem Smartphone mitgelieferte HTCSync-Software soll mir helfen, Daten wie meine Kontakte vom Rechner aus mit dem HTC zu synchronisieren. Das Programm möchte sich auf meinem PC fünf Mal installieren und fordert jedesmal, auch gleich ein Update herunterzuladen. Dafür soll ich sämtliche Antivirenprogramme am besten komplett von der Festplatte löschen. Ihr habt ja wohl was an der Klatsche! Ich stecke das Smartphone ein. Natürlich wird es von der Software gar nicht erst erkannt. Wahrscheinlich, eben weil ich beim Installieren das Antivirenprogramm nur temporär ausgeschaltet und nicht vollständig eliminiert habe. Nur als externes Laufwerk wird mir das neue Teil am Rechner angezeigt. Das hilft mir beim Synchronisieren aber nur bedingt. Die Suche bei Google ergibt, dass das ganz normal ist: Die Software funktioniert nicht. Ich probiere zehn der beschriebenen Lösungsansätze aus, die selbstverständlich alle erfolglos sind. Da verbringe ich Wochen mit ausgiebigen Testergebnissen verschiedener Smartphones - und keine Sau sagt einem, dass die mitgelieferte Software von HTC komplett für den Arsch ist.
Die folgenden Tage verbringe ich nach und nach mit dem Lösen der Probleme. Teilweise habe ich aus Verzweiflung auch mein altes Handy wieder reaktiviert. Ich muss 129390808 Benutzer-Konten bei Google, HTC und Schießmichtot eröffnen, um das Smartphone richtig nutzen zu können. Nochmal Millionen von Passwörtern merken. Mit meinem Mobilfunkanbieter versuche ich, das Internetzugangsproblem zu lösen. Hatte ja bereits schon vor Tagen meinem Tarif eine monatliche Internetflatrate-Option zugefügt. Gut, dabei muss ich mich irgendwie verklickt und versehentlich eine Festnetzflat bestellt haben. Der eigentliche Button hatte leider nicht funktioniert. Eine Mail an meinen discoplus-Anbieter und die switchen das kulanzmäßig so um, wie ich es eigentlich gewollt habe. Find ich gut, denn die könnten jetzt auch auf die Mindestdauer des "bestellten" Festnetzflatrate-Vertrags pochen. Ich bekomme irgendwann einen Link per SMS geschickt, von dem aus ich die benötigte Software für das Smartphone herunterladen soll. Haha - ausm Internet, wenn ich gar nicht reinkomm? Zu Hause kann ich dann wenigstens über mein eigenes Netz rein. Der erhaltene Link führt aber nirgends hin, ist ein toter. Das sag ich denen glatt. Dafür bekomme ich die Software nun doch direkt aufs Smartphone geschickt und installiere sie. Es geht immer noch nix. Auf der Internetseite meines Betreibers finde ich leider überhaupt nichts, was mir helfen würde. Also wieder Google. Hier sehe ich, dass HTC und discoplus generell nicht ganz problemlos zusammenarbeiten, aber ich bekomme die Lösung mit Hilfe des richtigen APN-Schlüssels. So heißt das. Ich lerne ständig dazu. Jetzt funktioniert's. Meistens, jedenfalls. Bis ich mich mit dem Ding aber so wirklich auskenne, wird es vermutlich wieder technisch völlig überholt sein.

16. 3. 2011 Homepage

Die Wahrheit über Guttenberg

Mein Chef hat seinen Hund "Vasco" genannt. Nach dem portugiesischen Seefahrer Vasco da Gama, der den Seeweg nach Indien entdeckt hat. Ich habe den Landweg nach Bittenfeld entdeckt. Über die Schnellstraße. Aber mich kennt keine Sau. Und nach mir wird höchstens eine Wurst benannt. Ich finde das ungerecht. Aber so ist die Welt eben: ungerecht.
Karl-Theodor zu Guttenberg kann ein Lied davon singen. Der fähige und beliebte Politiker, der schon so viel für dieses Land getan hat, wurde geschasst, nur weil böse linke Politiker jetzt herausgefunden haben, dass seine Doktorarbeit einst geringfügige Unebenheiten aufwies. Ganz Deutschland hat sein Rücktritt zum Weinen gebracht, und alle hoffen: KT, komm ganz schnell wieder in die Politik zurück!
Nun gut, soweit seine eigene Version. In Wahrheit spielte es sich so ab: Herr Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg war schon Bundeswirtschafts- und Verteidigungsminister und hat in diesen Ämtern eigentlich überhaupt nichts zustande gebracht. Woher die positive Wahrnehmung im Volk kommt, darf berätselt werden. In verschiedenen Bundeswehraffären (ganz ganz wirklich versehentlicher Beschuss von zweifelhaften Taliban-Zivilisten im afghanischen Kundus, Frivolitäten mit mehrfacher Todesfolge auf dem deutschen Segelschulschiff Gorch "Fuck") machte er doch eine recht
inkompetente Figur. Nun, auf die Vorwürfe hin, er habe seine Doktorarbeit einst durchweg von anderen Autoren kopiert, musste er diese Arbeit erst einmal selbst durchlesen (schon interessant, wenn ich "meine eigenen" Veröffentlichungen nicht kenne) und fand daraufhin, dass "halt ein paar Zitat-Anführungszeichen und Quellverweise fehlen" und dass das alles nicht so schlimm ist. Als dann nachgewiesen wurde, dass so ziemlich kein einziges Wort dieser Doktorarbeit von ihm selbst stammt, wurde ihm zuerst der
Doktortitel aberkannt und er selbst dann zum Rücktritt gedrängt. Diesen erklärte er dann, weiterhin sichtlich ohne Schuldgefühle oder Einsicht mit Selbstbeweihräucherung und Fantastereien bar jeder Realität, und trat trotzig wie ein kleines Kind, das nicht mehr mitspielen darf, von der Bühne. Manche sagen, der Baron zu Guttenberg sei nach dieser Pressekonferenz auf einer Kanonenkugel nach Hause geflogen.

22. 2. 2011 Homepage

Dschungelcamp und andere olle Kamellen

Das Dschungelcamp ist Geschichte. Jedenfalls wieder für mindestens ein Jahr. Und war es diesmal nicht stinklangweilig? Im Schnitt 8 Millionen Zuschauer und trotzdem keine Werbung verkauft - da lief aber etwas ziemlich daneben bei RTL. Das war dann fast werbefrei wie im Öffentlich-Rechtlichen. Die Dschungel-STARS (hihihi) waren:

Eva Jacob:
Die verwirrte Oma, Mitglied bei den Kreutzfeld-Jacob-Sisters. Unterhaltungswert begrenzt. Zum Glück schnell ausgeschieden.

Mathieu Carrière:
Schauspieler. Hauptfach Dramaturgie. Hat miserablen Ruf in der Branche wahrscheinlich nicht umsonst.

Katy Karrenbauer:
Angeblich Schauspielerin, angeblich Frau. Rollen halten sich in Grenzen, Weiblichkeit auch.

Gitta Saxx:
Playmate des Jahrhunderts. Aber eben des letzten Jahrhunderts.

Indira Weis:
Hat mal bei Bro'Sis gesungen. Bei wem? Ja, genau. Bewies außer Sanges- vor allem schauspielerisches Talent, wenn es darum ging, eine Liebesbeziehung mit Jay Khan vorzugaukeln.

Thomas Rupprath:
Der Quoten-Sportler. Mitläufer. Ersetzbar.

Jay Khan:
Angeblich Sänger, aber nun eigentlich doch eher Schauspieler. Tauchte, als er als Lügner, schwul und falsch enttarnt wurde, ab und war ja plötzlich sooo krank. Nur knapp dem Tod entronnen.

Frank Matthée:
Der Quoten-Schwule und "Wedding Planner" aus dem Fernsehen. Absoluter Langeweiler. Der ödeste Homosexuelle, der jemals das Dschungelcamp betreten hat. Hätte ohne den amerikanischen Spielfilm "Vater der Braut" mit Steve Martin wohl nicht mal einen Job, denn dort wurde der "Wedding Planner Fronck" eigentlich erfunden.

Peer Kusmagk:
Wer? Genau. Wäre frühzeitig ausgeschieden, wäre er nicht der einzige gewesen, der sich von den anderen nicht verarschen ließ. Am Ende konnte es keinen anderen (moralischen) Sieger geben.

Sarah "Dingens" Knappik:
Hat irgendwann mal bei "Germany's Next Top Model" mitgemacht und ist dort frühzeitig ausgeschieden, was einen heutzutage wohl bereits zum Promi macht. Unglaublich kindische Nervtante. War immer dann schnell Vegetarierin, wenn sie ein Tier hätte essen müssen. Ihre Rap-Einlagen waren legendär und lösten vielfach Gehörgängekrebs aus. Immerhin deckte sie Jays Täuschungsversuch auf.

Rainer Langhans:
Kommunen-Hippie aus den 60ern. Hat in seinem ganzen Leben wahrscheinlich noch nie etwas gearbeitet. War auch im Dschungel zu nichts zu gebrauchen.

Und während im australischen Dschungel die schiere Ödnis herrschte, fiel im argentinischen Buenos Aires eine Frau aus dem 23. Stock und überlebte. Es wurde gemutmaßt, dass sie schonmal für "Wetten Dass ...?!" trainierte, wo neuerdings ab und zu mal ein Kandidat spektakulär und fernsehtauglich verunglückt. Deshalb hört Thomas Gottschalk jetzt auch wieder auf. Für ne Weile.

Im pfälzischen Becherbach wurde indes die Hütte von "Pulver-Kurt" entdeckt. Dieser hortete das Massenvernichtungswaffen-Arsenal, das die USA verzweifelt im Irak suchten und nicht fanden.

Endlich hat die GEMA dem fröhlichen Lieder-Geträller in Kindergärten den Garaus gemacht. Ohne Gebühr läuft da künftig nämlich nichts mehr. Vielleicht wäre das auch einmal eine Idee für diverse Casting-Shows im Fernsehen: einfach so viel Gebühr verlangen, bis sich so eine Show nicht mehr lohnt.

Auch der Kachelmann-Prozess kommt derweil voran. Angeblich soll der Schweizer Wettermoderator ja seine langjährige Partnerin plötzlich vergewaltigt haben. Diese hat vorher recherchiert, wie sie sich verletzen muss, damit es so aussieht, als wäre es jemand anderes gewesen. Sehr klug. Für die BILD-Zeitung hetzt Alice Schwarzer über den Prozess und gegen Kachelmann. Nun ist die BILD natürlich auch das feministische Blatt schlechthin, da passt das doch ganz gut. Weitere Frucht dieser unheiligen Allianz wird künftig die barbusige Schwarzer auf Seite Vier. Oder kommt sowas auf Seite Drei? Oder ganz hinten? Ich kenne mich da nicht aus. Ich warte ja noch auf die Alice Schwarzer zum Ausklappen in der Mitte des Playboy. Bei diesem Anblick muss ich, glaub ich, sterben.

6. 1. 2011 Homepage

Wo hab' ich das nur schonmal gesehen?!


 

^ up

< back