2. 10. 2015 Homepage

Was für ein Gestank?!

Neulich denk ich abends so: "Hmm ... riecht, als wäre irgendjemandem im Haus etwas im Backofen angebrannt." Doch wird es sehr schnell ziemlich schlimmer und sogar unerträglich. Bald wird mir klar: In meine Standleuchte, die oben offen ist, hat sich eine Stubenfliege verirrt und kokelt dort jetzt still vor sich hin. Wer das mal gerochen hat - es ist ein unbeschreiblich widerlicher Gestank, der spontanen Würgereiz auslöst. Auch abschalten und geröstete Fliege entsorgen bringt da nichts mehr. Ich werfe sofort meinen Duftbrunnen aus Ägypten an, mit irgendeinem Duft. Scheißegal. Das bringt nichts. Ich tröpfle einen anderen Duft dazu, der vielleicht stärker ist. Der ganze Scheiß explodiert und die Luft ist mit feinen Dufttröpfchen gefüllt. Doch auch das verstärkt den mittlerweilen brechmittelgleichen Gestank nur noch. Es riecht nun eben, als wäre eine parfürmierte Fliege auf den Rost gelegt worden. Ich ziehe alle Register: Fenster auf, Atemmaske auf, mit ätherischem Öl eingeschmiert unter die Decke kriechen, parfürmierte Creme unter die Nase (wie bei Leichenbeschauern) ... nichts! Vor lauter Verzweiflung sitze ich dann im Schlafanzug mitten in der Herbstnacht auf dem Balkon, um durchzuatmen. Ich habe aber den Gestank schon in der Lunge. Werde ihn nicht los. Ich muss irgendwie die Nacht überstehen, dann wird am nächsten Tag der große Fenster-Aufriss vielleicht Erleichterung bringen.

26. 9. 2015 Homepage

Ohne meinen Alltours ...

... gehe ich in Zukunft in Urlaub. Wieder einmal Reisezeit. Ich schließe mit meiner Begleitung einen Kompromiss, nach Mallorca zu fliegen, obwohl das Wetter auf den Balearen mich zuletzt zweimal im Stich gelassen hatte. Ich sitze im Flieger und ein Mann im Hasenkostüm steigt ein. Ich bin froh, dass die anderen ihn auch sehen. Sonst würde mit mir wohl etwas nicht stimmen. Von wegen "Mein Freund Harvey" und so. Er hat wohl eine Wette verloren. Bei 35 °C im Schatten wäre ein Adamskostüm sicherlich angenehmer als ein Hasenkostüm. Aber das würden die anderen Gäste im Flugzeug dann wahrscheinlich nicht so schön finden. Ich lande überpünktlich auf Mallorca und bekomme erstmals meinen Koffer als einer der ersten. Normalerweise bin ich ja immer der letzte, der wartet. Das läuft ja hervorragend. Ab in den Bus, auch da bin ich der erste. Alle Busse stehen mit laufendem Motor da, stundenlang. Wegen der Klimaanlagen. Auch meiner steht eine ganze Stunde. Einmal schnell den Koffer bekommen und der erste im Bus, und dann bringts am Schluss gar nix. Was mir nicht klar war: Alltours charted offensichtlich nur Riesenbusse, die dann erst losfahren, wenn sie bis auf den letzten Platz gefüllt sind. Dementsprechend dauert die Fahrt dann auch zwei Stunden, bis mein Hotel endlich an der Reihe ist. Meine Begleitung fliegt von einem anderen Flughafen, wir buchten dasselbe Hotel und bekamen beide dafür die Bestätigung. Am nächsten Tag wurde ich allerdings wieder ausgebucht, weil das Hotel dann doch nicht so viele Doppelzimmer mit Einzelnutzung vergeben wollte. Ich wurde auf das Nachbarhotel umgebucht. Ein Stern weniger (aber dafür auch billiger), was sich letztlich aber gegenüber dem anderen Hotel nicht als Nachteil erweisen sollte. Nach über einer Stunde S-Bahn, zwei Stunden im Flugzeug und drei Stunden im Bus und der ganzen Warterei dazwischen (insgesamt 8 Stunden, in dieser Zeit kommt man auch in entlegenere und wettersicherere Gegenden), komme ich endlich im Hotel an. Es ist schon bald Mitternacht - und da ich in einer Woche auch nachts wieder geholt werde, habe ich für die bezahlten sieben Tage genau genommen eigentlich nur sechs. Das Minizimmer erschreckt mich. Sieht zunächst nach Absteige aus. Zwar renoviert, aber eine Telefonzelle ist geräumiger. Der Wasserhahn ragt gerade mal so ins Waschbecken, da wird Händewaschen schwierig, die Zahnputzbecher sehen versifft aus, lieber möchte man die Türklinke einer Bahnhofstoilette ablecken, als einen solchen Becher zum Mund zu führen. Das Klo spült nicht richtig und in der schmalen aber langen Dusche läuft das Wasser nicht ab. Handtücher werden nicht wie versprochen täglich gewechselt (trotz Trinkgeld) und zu manchen Tageszeiten dringt ein leichter Fäkalgeruch durch irgendein Lüftungsrohr. Immerhin ist es nachts ruhig und ich habe einen riesengroßen und schönen Balkon mit seitlichem Meerblick. Ganz oben im siebten Stock. Das hatte ich nicht erwartet und stimmt mich wieder etwas positiver. Zumal ich nun höre, dass meine Begleitung im anderen Hotel eine lieblose Mini-Kammer hinter der Rezeption bekommen hat. Sie kann wahrscheinlich noch froh sein, dass sie nicht im Gepäckraum übernachten muss. Die Leute in meinem Hotel sind angenehm überrascht, dass mit mir ein deutscher zu Gast ist, der mit ihnen ausnahmslos spanisch spricht. Das kommt wohl nicht oft vor.
Am nächsten Tag sehe ich dann endlich den Strand. Cala Millor, klar, da ist der Strand schön. Eigentlich bin ich hauptsächlich zum Baden und Am-Strand-Herumlungern gekommen. Leider macht auch diesmal das Wetter nicht richtig mit. Es ist zwar warm aber bis auf kurze sonnige Abschnitte diesig, und immer wieder tröpfelt es vor sich hin. Das Meer ist rauh mit starken, hohen Wellen, und ein starker Sog zieht auch Schwimmer schnell nach draußen. Irgendwie habe ich es mir anders vorgestellt. Wir machen ein paar Tage das Beste draus, auch wenn's immer schlimmer wird. Denn ein Gewitter nimmt uns bald auch noch die angenehme Wärme. In der Inselhauptstadt Palma sorgen Windhosen, Gewitter und Starkregen dafür, dass die Abwasserkanäle überlaufen und das Meer E,-Coli-verseucht ist. Deshalb wird an manchen Stränden Badeverbot erteilt. So gesehen haben wir ja noch Glück, denn nach Scheiße riecht es bei uns nur gelegentlich in meinem Hotelzimmer. Da das mit dem Wetter ja mal wieder nicht so ist, wie es sein soll, beschließen wir, einen Ausflug nach Cala Bona zu machen. Wir wissen nicht, dass das nur wenige Gehminuten entfernt ist und steigen in den Bus ein. Nun muss man wissen, dass auf Mallorca keine Ortsschilder über Ortsanfang und -ende informieren, und so steigen wir zu spät aus und sind uns sicher, neues Land entdeckt zu haben ...
So stellt man sich den "Arsch der Welt" vor. Ein Spar-Supermarkt, zwei Restaurants, ein Hotel am Steilhang - und sonst nur von viel Grün umwachsene Villen im Wert von meist zwischen 2 und 6 Millionen Euro. Es ist so still, dass man Eichhörnchen furzen hören kann. Man sieht keine Sau. Wir erkunden das "Neuland" ein Wenig zu Fuß, bis der nächste Bus uns wieder zurück in die Zivilisation bringen soll. Als wir dieses "Costa los Pinos" wieder verlassen, hastet ein älteres Ehepaar zu uns, die unbedingt auch weg wollen. Sie wohnen schon ein paar Tage in diesem einzigen Hotel und müssen nun einfach aus dem Ort heraus, um nicht vor Langeweile zu sterben.
Am nächsten Tag wieder am Strand schenkt mir ein junges Mädchen ihren Sonnenschirm. Sie fährt mit ihren Eltern am selben Tag wieder nach Hause und das olle Ding passt nicht ins Reisegepäck. Ich bin überrascht und nehme dankend an. Ich werde ihn mangels Sonne allerdings nicht brauchen. Und bei Regen erweist er sich als äußerst durchlässig. Da er auch in mein Reisegepäck nicht hineinpasst, beschließe ich, ihn vor meiner Rückreise weiterzuverschenken. Der Schirm wird sozusagen von Generation zu Generation oder von Urlauber zu Urlauber weitergegeben. Ich wähle drei junge Mädchen aus, die an diesem Tag die einzigen auf meinem Strandabschnitt ohne Sonnenschirm sind. Auch sie nehmen sichtlich überrascht den Sonnenschirm an, obwohl sie auch nicht glauben, ihn zu brauchen. Wenig später werden sie von drei Typen plump angemacht und aufgerissen, und ich wundere mich, wie einfach das ist, während ich mir für so etwas immer etwas Besonderes überlege und abblitze.
Wir fahren am letzten Tag noch mit einem meiner Begleitung bekannten Pärchen mit dem Taxi nach Cala Ratjada und schauen uns den Ort und seine drei Strände an. Auch an diesem Tag wäre Baden sowieso nicht schön (das Wetter mal wieder). Wir treffen uns am Abend noch zu einem "Abschieds-Eis" - es gibt solch exotische Sorten wie Nutella-Eis, Snickers-Eis, Bounty-Eis, Kinderbueno-Eis und was auch immer noch. Da ich kurz nach 4 Uhr in der Früh abgeholt werde, verabschiede ich mich kurz nach Zehn von allen und geh ins Hotel, um noch ein paar Stunden zu schlafen. Meine Begleitung fliegt mit einer anderen Reisegesellschaft zu einem anderen Flughafen, aber in etwa um die gleiche Abflugzeit - ihr lässt man aber anderthalb Stunden mehr Schlaf. Sie hat eben mit Neckermann offensichtlich eine Reisegesellschaft, die nicht nur mit großen, vollen Bussen über die ganze Insel fährt.
Natürlich kommt der Bus wieder zu früh. Zehn Minuten. Aber ich habe schon ausgecheckt und stehe bereit, wieder als erster in den Bus zu kommen. Nach und nach steigen wieder so viele Leute ein, bis der Bus voll ist. Das junge Mädchen neben mir übergibt sich ständig und ich erfahre, dass solch eine anderthalbstündige Fahrt zum Flughafen einem noch um das Doppelte länger erscheinen kann. Immerhin habe ich nichts abbekommen, als ich erleichtert aus dem Bus steige. Ich checke am Flughafen ein und bin schon wieder überrascht: AirBerlin möchte fast eine Stunde vor Abflug bereits mit dem Boarding beginnen. Gut, dann muss ich ja nicht solange blöd herumwarten und wir kommen vielleicht zeitig weg. Leider verspätet sich das Ganze dann aber so, dass wir letztlich sogar fast eine halbe Stunde Verspätung haben.
Zurück am Heimatflughafen warte ich auf meinen Koffer, der diesmal weder der erste noch der letzte ist. Natürlich verpasse ich meine S-Bahn durch die Verspätung und muss eine Viertelstunde auf die nächste warten. Die S-Bahn bleibt drei Haltestellen vor dem Ziel mitten auf der Strecke stehen, weil sie einen Schaden hat. Es dauert etwas, bis wir dann doch wenigstens zum nächsten Bahnhof rollen, wo wir aussteigen dürfen. Ich lasse mich von dort mit dem Auto abholen und bin schon ziemlich geladen - nach einer mittlerweile 9-stündigen Rückreise, die ich insgesamt nicht als gelungen bezeichnen würde. So wie den ganzen Urlaub. Langsam habe ich Hunger, denn bei AirBerlin im Flugzeug gibt es mittlerweile nur noch die Wahl zwischen Cracker und Manner. Das war mal anders.
Ich werde wohl beim nächsten Mal tatsächlich wieder weiter wegfliegen müssen für schönes Wetter. Am besten in eine Region, in der es seit fünftausend Jahren nicht mehr geregnet hat und eine große Dürre herrscht. Da ich offensichtlich den Regen regelrecht anziehe, werde ich dort wahrscheinlich als König verehrt. Eines steht aber fest: Ich werde nicht mit Alltours dorthin reisen.

19. 8. 2015 Homepage

Erotisch?

Wieder mal beim Zahnarzt. Ein paar Zähne wackeln. Zahnarzt: "Ja, Sie müssen halt immer schön Ihre Knirscher-Nachtbeißschiene tragen, dann passt's wieder." - "Aber die ist so unerotisch." - "Dann bringen Sie sie nächstes Mal mit und wir versuchen, ob wir sie nicht ein wenig erotischer hinbekommen." Hmpf!!! Glaub, der verarscht mich. Eigentlich ist das mein Part. Ich werde weitergereicht zur Zahnreinigungstante. "Haben Sie irgendwelche Beschwerden?" - "Ob ich mich beschwere, hängt davon ab, wie Sie's machen." Oh, und das war nicht gut. Fresse blutet auch nach drei Wochen noch. Der absolute Horror. 5 Liter Blut verloren, allein bei der Behandlung, bei der mir Tränen aus den Augen geschossen sind.
Ich versuche mich daheim vor dem Fernseher zu entspannen und den Schmerz zu vergessen. RTL macht ein Experiment, das von vornherein zum Scheitern verurteilt ist und auch glatt aber konsequent an die Wand gefahren wird. "Sommerdschungelcamp" wird es salopp genannt. In "Ich bin ein Star, lasst mich wieder rein" (so der offizielle Titel) wollen sich von jeder bisherigen Staffel drei Leute für das nächste Camp nochmals qualifizieren. Da sind wohl viele schon wieder oder immer noch pleite, dass die da wieder mitmachen wollen. Oder einfach nur publicitygeil. Komisch, dass vor allem ausgerechnet die Leute dabei sind, die in ihrer Staffel nach Totalversagen schlappschwänzig vorzeitig gegangen sind und sich bis heute sichtlich nicht verändert haben. Die Passagierliste für diesen "Doomed Flight": Costa Cordalis, Dustin Semmelrogge, Werner Böhm, Carsten Spengemann, Willi Herren, Nadia Abd El Farrag, Eike Immel, Julia Biedermann, Barbara Engel, Christina Lugner, Ingrid van Bergen, Peter Bond, Sarah Knappik, Mathieu Carriére, Jay Khan, Brigitte Nielsen, Ailton, Micaela Schäfer, Georgina Fleur, Joey Heindle, Fiona Erdmann, Michael Wendler, Melanie Müller, Gabriella de Almeida Rinne, Sara Kulka, Walter Freiwald und Tanja Tischewitsch. Die meisten davon hatte man zu Recht schon längst wieder vergessen. Nun ist das Dschungelcamp, wenn die richtigen, unterhaltsamen Teilnehmer drin sind, ja äußerst sehenswert und erfolgreich, aber diese Qualifikationsshow im deutschen Großstadtdschungel mit ganz furchtbar schweren und unmenschlichen Aufgaben wie in Köln irgendwo hinaufklettern oder in Hamburg irgendwo im dunklen Schlafen - was dann selbst den meisten Teilnehmern zu viel war - hätte es nun wirklich nicht geben müssen. Immerhin war die Sendung gut dafür, dem Wendler bei einer solchen "Challenge" die Hand zu brechen. Vielleicht war das ja so gewollt. Gewonnen hat übrigens Brigitte Nielsen, die damit im kommenden Februar wieder mit nach Australien darf. Gesehen haben das Finale, in welchem sie sich durchgesetzt hat, freilich nicht mehr viele Zuschauer. Die waren da mit unterhaltsameren Dingen beschäftigt. Und das kann so ziemlich alles sein.

22. 6. 2015 Homepage

Tatort und anderes Gegrusel

Was für ein Hype um den Tatort!?! Das Lieblingskind aus dem Ersten Deutschen Fernsehen wird regelmäßig in allen verwandten Hör- und Sehkanälen sowie im Social Media künstlich gepusht. So kann man z.B. nach jeder Folge in Facebook anklicken, ob man den letzten Tatort nun gut, super oder supermega-toll gefunden hat. Ich kanns euch sagen, liebe ARD: Ganz supermega-scheiße war der. Traditionell spielen da ja nur Psychopathen mit. Wird die Serie ins Ausland verkauft, denken alle, wir wären hier in Deutschland ein Psycho-Volk, von dem sie wahrscheinlich doch irgendwann wieder überrannt werden könnten.
Letztens habe ich ein Remake von einem meiner Allzeit-Lieblings-Grusler "The Fog - Nebel des Grauens" gesehen. Oft sind Remakes ja … sagen wir mal … weniger erforderlich. Aber dieser Film: Hut ab! Er verströmt die Gruselstimmung eines Kindergartenfaschings, die Akteure spielen wie lustlose Laiendarsteller auf Hartz4 und die Rollen sind allesamt so unsympathisch angelegt, dass man sich wünscht, sie würden bitte möglichst alle schnell abgemurkst werden. Das Ganze zieht sich dann aber leider doch eine ganze Filmlänge lang hin, bis es in einem völlig absurden Finale endet. Lange nicht mehr solch einen Scheiß gesehen. Beim Remake eines anderen Allzeit-Lieblings-Gruslers von mir ("Die Zeitmaschine") wurden wenigstens interessante, gruselige neue Features mit eingebaut, z.B. dass die Morlocks auch bei Tag unterwegs sind und ganz aktiv ihre Opfer jagen, die Schlussauflösung war allerdings irgendwie für'n Eimer.
Und weshalb kommen jetzt die Dinos wieder ins Kino? Waren die nicht in den 90ern oder spätestens Anfang der "Nuller"-Jahre schon abgehakt? Gingen da den Filmemachern die Ideen aus? Es gibt doch bestimmt auch noch einige Marvel-Comic-Helden, von denen noch keine 2387498732487 Filme gemacht wurden. Irgendwas "Innovatives" wird sich schon finden.

4. 6. 2015 Homepage

Zero

Germany zero points. Mensch, was war das peinlich beim diesjährigen Eurovision Song Contest. Noch peinlicher war es für die Österreicher: Auch null Punkte, und das auch noch als Vorjahressieger und Gastgeber. Dabei gehörten beide Beiträge noch zu den besseren. Aber bei dem "altbewährten" Bewertungsmodus, bei welchem sich manche Länder die Punkte unabhängig vom Beitrag gegenseitig völlig vorhersehbar zuschustern, haben solche Länder eben kaum Chancen. Auch wenn der deutsche Beitrag von Ann Sophie mau war, so schlimm - für null Punkte - war er dann auch wieder nicht. Vielleicht sollte man einfach mal ein Jahr aussetzen und auch die Finanzierung der Show einmal dem üblichen Punktekartell und den dauerhaften Deutschenhassern überlassen. Dieses Jahr war Australien dabei. OK, Israel macht auch schon seit langem mit, warum dann nicht auch Australien, Burkina Faso oder Kuba? Oder Phantasia, oder Lummerland. Könnte dann halt nur sein, dass sich die Stimmabgabe am Schluss bei irgendwann rund 200 Ländern ein bisschen hinzieht. Außerdem müsste man über den Namensteil "Eurovision" nachdenken.

18. 3. 2015 Homepage

Griechenland

Oh, du Wiege der Demokratie, deren Einwohner traditionell als stinkfaul, kriminell, verlogen und korrupt bekannt sind. Deine historischen Bauten liegen brach, deine Armee trägt komische Kleider, dein Ouzo schmeckt scheiße. Was hast du je zustande gebracht außer der Erfindung dummer Geschichten von unzähligen Göttern, außer Inzucht und den Arschfick? Du bist sehenden Auges mit einer Arroganz, die sogar Karl-Heinz Rummenigge in den Schatten stellt, in die Krise hineingeschlittert, hast dich in die Europäische Gemeinschaft und in eine gemeinsame Währungsunion beschissen. Und jetzt, wo die Kacke durch jahrzehntelange Misswirtschaft finanziell so richtig am Dampfen ist, sollen es doch gefälligst andere wieder richten. So weit, so schlimm. Offensichtlich aber ist es in Griechenland so üblich, dass der Schuldner dem Gläubiger die Bedingungen für den Kredit diktiert, dass man in die Hand beißt, die einen füttert, und dass man als Bittsteller möglichst unverschämt, drohend und beleidigend auftritt. Und wenn alle Stricke reißen, dann gibt's ja immer noch den Zweiten Weltkrieg, mit dessen Legitimation Deutschland auf alle Zeit gemolken werden kann, quasi als eiserne Sparkasse. Und das, wo es doch eigentlich genau genommen jedesmal Österreicher waren, die die beiden Weltkriege angezettelt haben.

8. 2. 2015 Homepage

Was für ein lahmer Haufen

War das der langweiligste Haufen in 9-maliger "Ich bin ein Star, holt mich hier raus"-Geschichte? Kaum einer wollte wirklich bis zum Ende drin bleiben und König werden. Angelina Heger, als hübsches Playmate in den Dschungel gestartet, entpuppte sich sehr bald als von der Mama verwöhntes Prinzesschen, die Zimmerservice gewohnt ist und der man vermutlich ihr ganzes Leben lang alles in den Arsch geblasen hat. Schon der Bachelor konnte nichts mit einer 22-jährigen anfangen, die sich verhält wie eine zickige 15-Jährige. Man muss sich fragen, ob da das Dschungelcamp eine gute Wahl für sie war. Sie ging nach einer Woche freiwillig und alles atmete auf. Eine Nörglerin und Heulsuse weniger. Patricia Blanco ... tja, sie ist eigentlich nur "Tochter". Und das von einem Vater, den sie gar nicht leiden kann. Sie will nicht auf ihn reduziert werden, aber sonst ist sie halt nix, die Patricia. Es folgte die Höchststrafe für Langweiler: Als erstes rausgewählt - und das ohne jegliche Dschungelprüfung. Immerhin hat RTL ein paar ihrer Schulden bezahlt, aber sonst war das Ganze wohl nicht so karriereförderlich. Der nächste Rauswurf betraf Ex-Boygroup-Sänger Benjamin Boyce, von dem man in der ganzen Zeit so ziemlich überhaupt nichts gesehen hat. Kein großer Verlust. Danach die erste große Überraschung: Es musste jemand ausnahmsweise Unterhaltsames gehen. Sara Kulka - ein Model, das eigentlich zu Recht keiner kennt. Mit ein bisschen Vorbereitung hätte sie gewusst, dass Herumgezicke, Egozentrik und das mutwillige Versagen bei Dschungelprüfungen von den Zuschauern mit täglicher Dschungelprüfung-Wiederwahl "belohnt" wird. Nach den ersten paar Tagen war sie dann aber geläutert und riss sich zusammen. Bis auf gelegentliche Gossensprachen-Einwürfe war sie dann aber wohl schon wieder zu brav und zu langweilig für die Zuschauer. Keinem kann man's Recht machen. Tag 12 sah den Abgang der zirkus- und auch sonst recht stämmigen Schauspielerin Rebecca Siemoneit-Barum, die ihre gesamte Zeit wie ein Buddha im Camp absaß. Ihre einzige Dschungelprüfung hat sie komplett verkackt. Angeblich hat sie in den knapp zwei Wochen 10 kg abgespeckt, das sieht man bei gefühlten 200 kg nur nicht so wirklich gleich. Einen Tag später die nächste Überraschung: Walter Freiwald, Ex-Co-Moderator von "Der Preis ist heiß" und diversen Verkaufsshows, musste gehen. Mit einer Selbstüberschätzung, die sogar den Wendler in den Schatten stellt, hatte er sich bis dahin erfolgreich und unterhaltsam durchgeboxt. Dann wollten ihn die Zuschauer nicht mehr haben und setzten lieber absichtlich auf die gepflegte Langeweile bis zum Finale. Aurelio Savina, einstiger erfolgloser "Bachelorette"-Kandidat und hoffnungslos überschätzter Ex-Stripper, folgte ihm einen Tag später. Eigentlich fiel er eh nur durch intensives Herumliegen und machohafte Aggro-Kommentare auf. OK, gejammert hat er auch ein bissl. Bauch-Aua und so. Kurz vor dem Finale traf es dann noch Visagist und "Germanys Next Top Model"-Jurymitglied Rolf Scheider - angenehm unaufgeregt und tapfer hatte der Quotenschwule (einer muss ja immer dabei sein) seine Dschungelprüfungen hinbekommen, war aber am Ende für die letzten drei wohl nicht gut genug. Das große Finale sah als erstes die dann drittplatzierte Tanja Tischewitsch rausgehen. Tanja wer? Genau. Das vorzeitige Scheitern bei DSDS machte sie zum Promi. Sie konnte zwar nicht singen, sah aber toll aus und bezirzte die Jury. "Ich so oh und er so boah, weißt, was ich mein? Und meine Brüste sind vooll kleiner geworden, ey, weißt, was ich mein?" Was soll man sagen? Es gibt Menschen, die sollten einfach nur schön sein und die Klappe halten. Hier hatten wir so ein Exemplar. Knapp den Sieg verpasst hat dann der "nette" Jörn Schlönvoigt, Soap-Darsteller in "GZSZ" und damit vielleicht der einzige, der das Camp nicht wirklich wegen der Kohle durchlebt hat. Schließlich wurde dann die große alte Dschungelcamp-Tradition durchbrochen, die bislang in jeder ungeraden Staffel einen Mann und in jeder geraden Staffel eine Frau gewinnen sah: Siegerin der Staffel 9 wurde die Diane Keaton deutschlands, Maren Gilzer, die einst beim "Glücksrad" Buchstaben umgedreht hat. OK, sie war cool und tough und ein bisschen lustig auch, hat vielleicht zu Recht gewonnen. Die langweiligen Kandidaten hat RTL aber viele Zuschauer gekostet - ob die effektiv platzierte Werbung da nächstes Mal auch wieder so teuer verkauft werden kann? Vielsagend ist, dass eine Woche später sich schon keiner mehr für die diesjährigen Teilnehmer interessiert - letztes Jahr war das noch anders. Das musikalische Staffelmotto ("Break the rules" von Charli XCX) war dieses Mal jedenfalls so kacke und daneben, dass man inständig hofft, dass nicht noch mehr Musikalisches aus dem Dschungel folgt.

5. 1. 2015 Homepage

Prost Neujahr!

So, jetzt sind Weihnachten und Silvester auch schon wieder vorbei. So schnell geht das immer. Und hatten Sie auch alle nötigen Geschenke rechtzeitig beschafft? Die Palette an Schenkbarem wird ja stets erweitert. Der Beate-Uhse-Versand hat jetzt sogar eine Serie an Produkten für Moslems herausgebracht. Das würde mich dann schon interessieren, was das ist. Vielleicht sexy Burkas, die ganz gewagt ein Auge freilegen oder so. Mein lieber Mann, das ist aber mutig.
Auch die deutsche Bevölkerung wurde reich beschenkt. Sie ist jetzt um ein paar unnötige Organisationen reicher. Die Pegida (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) bekommt immer mehr Zulauf. Daneben gibt es noch regionale Schwesternorganisationen wie die Bagida in Bayern, die Arschida in Aschaffenburg oder die von um das Abendland besorgten Emanzen gegründete Frigida. Die Pegida und ihre gleichgestellten Organisationen, dahinter verbergen sich strunzdumme Deutsche, die sehr anfällig für rechte Hetzer sind. Und der Vorsitzende, der da moralisch gegen Ausländer die Finger hebt, ist ein verurteilter Krimineller. Dass ein Haufen Idioten einem verhaltensgestörten Verbrecher mit wirren Ansichten nachfolgt und Ausländerfeindliches skandiert - das hatten wir alles schonmal in Deutschland. Viele haben daraus wohl immer noch nichts gelernt. Im Programm - so es überhaupt eines gibt - werden bei Pegida auf wilde Weise Dinge miteinander vermischt, die eigentlich überhaupt nichts miteinander zu tun haben. Zum Beispiel Asyl und Zuwanderung, Volks- und Bürgerentscheide oder Asyl und innere Sicherheit. Besonders in Ostdeutschland - wen wundert's - gibt es genug Dumme, die da mitdemonstrieren. Bundesländer, in denen es fast gar keine Ausländer gibt. Das sagt schon alles. Und ein Deutscher, der sich darüber beschwert, dass ihm ein eingewanderter Ausländer ohne jegliche Sprachkenntnisse den Arbeitsplatz wegnehmen kann, sollte sich durchaus einmal überlegen, warum das so ist. Eine politische Partei haben die Rechten auch schon gefunden: die AfD - Alternative für Deutschland. Nicht jede Alternative ist halt gut. Und eine Partei, deren Vorsitzender tatsächlich glaubt, Flüchtlinge schließen einen offiziellen Vertrag mit Schleusern und verhandeln um den Preis, die passt ganz gut zu den Dummbatzen der Pegida und Co. Aber auch von etablierten Parteien gibt es Zuspruch: Obwohl, die CSU war ja eigentlich schon immer gerne beim Fischen am rechten Rand aktiv. In Bayern sieht man auch alles ein bisschen anders. Kriminelle Bayern sind im Gegensatz zu kriminellen Ausländern dort sehr beliebt und werden teilweise gar als Helden verehrt. Wie Uli Hoeneß zum Beispiel. Für seine zig Millionen, die er am Finanzamt vorbeigeschafft hat, sitzt er gerade mal ein halbes Jahr in Haft (und den meisten Bayern ist das schon zu viel für den armen, zu Unrecht verurteilten Mann). Alles andere ist offener Vollzug, Hafturlaub und vorzeitiges Freikommen wegen guter Führung. Danach - im Prinzip ja schon währenddessen - darf er zurück zum FC Bayern. Da passt er auch ganz gut hin, find ich. Schließlich sind dort ja noch mehrere verurteilte Kriminelle beschäftigt. Ob Brandstifter, Schmuggler oder Ehebrecher. Aber vielleicht ist Hoeneß ja schon alleine durch eine bestimmte Begebenheit gestraft genug: dass der ehemals koksende Trainer Christoph Daum Mitleid mit ihm geäußert hat.

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